Ukraine-Krieg

Melania Trump: Lokale Feuerpause vermittelt

Außenpolitik
23.10.2026 18:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die First Lady der USA, Melania Trump, hat nach Angaben des Weißen Hauses eine lokale Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine für die von russischen Truppen besetzte Stadt Oleschky vermittelt.

Sie solle am 29. Oktober beginnen, teilte das US-Präsidialamt am Freitag mit. Beide Länder hätten vereinbart, sämtliche Kampfhandlungen in Oleschky vorübergehend einzustellen.

Dies solle die Verteilung humanitärer Hilfsgüter ermöglichen und die Evakuierung von Zivilisten über einen dafür vorgesehenen sicheren Korridor vorbereiten. Aus Russland und der Ukraine lagen zunächst keine Angaben vor.

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Die Lage in Oleschky ist katastrophal.

First Lady Melania Trump

„Die Lage in Oleschky ist katastrophal“, erklärte Melania Trump in der Mitteilung des Präsidialamtes. Die Stadt an der Front stehe vor dem Kollaps. Die verbliebene Bevölkerung bestehe vor allem aus älteren Menschen, die dringend medizinische Hilfe, Medikamente, Lebensmittel und sauberes Trinkwasser benötigten. Die Waffenruhe soll es unbewaffneten Teams beider Länder ermöglichen, die Bewohner in ihren Häusern aufzusuchen und den Transport für diejenigen zu koordinieren, die die Stadt verlassen wollen.

In diesem undatierten Bild aus einem Video steigt Rauch über einem Wohnviertel in der von ...
In diesem undatierten Bild aus einem Video steigt Rauch über einem Wohnviertel in der von Russland besetzten Stadt Oleschky auf.(Bild: AP/Ukrainian 34th Separate Marine B)

Evakuierung wird vorbereitet
„Bewohner, die evakuiert werden möchten, erhalten koordinierte Unterstützung und Transportmittel zu ihrem gewünschten Ziel“, sagte die First Lady. „Ich gehe davon aus, dass einige nach Russland und andere in die Ukraine ausreisen wollen.“ Die Evakuierung soll von einer US-Medienorganisation dokumentiert werden. Der konservative US-Sender Newsmax berichtete, seine Kameras hätten exklusiven Zugang erhalten, um den Einsatz zu begleiten.

Oleschky liegt gegenüber von Cherson auf der anderen Seite des Flusses Dnipro und ist seit Februar 2022 von russischen Truppen besetzt. Angaben des Weißen Hauses zufolge leben dort noch etwa 1700 bis 2000 Menschen, darunter rund 50 Kinder. Vor dem Krieg hatte die Stadt rund 24.000 Einwohner. Zudem waren etwa 90 Prozent des Stadtgebiets nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms überschwemmt worden.

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