Sport-Landesrat Martin Zauner möchte das eingesparte Geld der Ski-WM unter anderem für die Sanierung der Skisprung-Anlage Bischofshofens stecken. Ski-Präsident Bartl Gensbichler hält von diesen Plänen wenig und verspricht Gegenwehr. Bei den Pongauern stößt der Saalbacher damit auf Unverständnis.
Die Alpine Ski-WM im Februar 2025 in Saalbach war etwas günstiger als zunächst angenommen. Die Kosten werden sich statt der budgetierten 37,5 Millionen Euro auf rund 33 bis 34 Millionen Euro belaufen. Ein bis zwei Millionen Euro könnten nach der Endabrechnung ins Landesbudget zurückfließen, die „Krone“ berichtete.
Salzburgs Ski-Boss verspricht Gegenwehr
„Diese Mittel werden wir zum Beispiel für die Sanierung der Schanzenanlage in Bischofshofen gut gebrauchen können“, sagt Sport-Landesrat Martin Zauner (FPÖ). Das stößt dem Hinterglemmer Urgestein Bartl Gensbichler, „Mister WM“ und Präsident des Landesskiverbands, sauer auf.
Er verspricht Gegenwehr bei Zauners Plänen und ist der Meinung, dass das eingesparte Geld in Saalbach bleiben müsse. Der 70-Jährige sieht eine mögliche Bestrafung für die Sparfreudigkeit der Gemeinde.
„Nachwuchs verdient Rückendeckung“
Damit sorgt Salzburgs Ski-Boss für Unmut in Bischofshofen, Austragungsort der Vierschanzentournee. „Wer hier von Bestrafung spricht, verwechselt das Amt des Verbandspräsidenten mit dem eines Lokalpolitikers“, heißt es in einer Stellungnahme des Skiclubs.
Präsident Manfred Schützenhofer sagt: „Wer öffentlich gegen die Trainingsstätte von vier Fünfteln des Salzburger Springer- und Kombinierer-Nachwuchses mobil macht, fällt den eigenen Kindern und Jugendlichen in den Rücken. Das erfüllt uns mit Bestürzung.“
Salzburg sei Skiland, „weil alpin und nordisch an einem Strang ziehen“. Man erwarte sich vom Präsidenten, dass er für alle spricht und nicht nur für seine Gemeinde. „Der Nachwuchs verdient Rückendeckung, nicht Gegenwind aus dem eigenen Verband“, heißt es vom Skiclub Bischofshofen.
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