In den ersten drei Quartalen 2026 sind 7397 Asyl-Anträge gestellt worden. Letztes Jahr um diese Zeit waren es rund 13.500. Das ist ein Rückgang von 45 Prozent. Geschieht bis Jahresende nichts Unerwartetes, wird Österreich heuer die niedrigsten Antragszahlen seit Jahrzehnten aufweisen.
Laut aktueller Statistik suchten etwas mehr Männer (58 Prozent) als Frauen um Asyl an. Die knappe Mehrheit der Antragssteller (51 Prozent) ist minderjährig. Das hängt auch mit vielen Ansuchen nachgeborener Kinder zusammen.
Die Zahl der originären Anträge, also von Personen, die neu nach Österreich kommen, ist mit knapp 2800 weiter deutlich geringer als von Menschen, die sich bereits im Land befanden.
Meiste Anträge von Syrern
Was die Herkunft der Antragssteller betrifft, sind Syrer mit 1941 Ansuchen an der Spitze, gefolgt von Afghanen (1682). Was originäre Anträge angeht, sind Afghanen (581) hingegen klar an der Spitze. Nur 256 Syrer und damit kaum mehr als Türken (238) kamen neu ins Land.
Asyl gewährt wurde bisher in 4739 Fällen. 3778 Mal wurde subsidiärer Schutz vergeben. In 1495 Fällen gab es einen Aufenthaltstitel aus humanitären Gründen. Bei Asylanerkennungen hatten Afghanen mit einer Anerkennung von gut zwei Drittel besonders gute Aussichten. Für Syrer gab es hingegen nur bei etwa jedem dritten Fall den Status. Dafür sind Bürger Syriens mit Abstand die größte Gruppe bei den subsidiär Schutzberechtigten.
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