„Erkrankung begrenzt“

Papst Leo XIV. braucht keine neue Behandlung mehr

Ausland
21.10.2026 21:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Gute Neuigkeiten aus dem Vatikan: Nach der Operation zur Entfernung eines bösartigen Lungentumors muss sich Papst Leo XIV. keiner weiteren Behandlung unterziehen. Die Erkrankung sei lokal begrenzt gewesen, hätten die histologischen Untersuchungen ergeben.

Bei dem entnommenen Gewebe wurde ein Lungenadenokarzinom bestätigt. Nach der Operation sei aber keine weitere Therapie mehr erforderlich. Wie berichtet, war dem Papst am 13. Oktober der rechte untere Lungenlappen entfernt worden, in dem sich ein bösartiger Tumor gebildet hatte. Am Samstag war der 71-Jährige dann aus dem Gemelli-Krankenhaus in Rom entlassen worden, drei Tage früher als ursprünglich geplant. Die Operation sei ein Routineeingriff gewesen und ohne Komplikationen verlaufen, sagte Stefano Margaritora, der die Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Gemelli in Rom leitet, am Wochenende.

Am Sonntag hatte Leo XIV. dann das traditionelle Mittagsgebet auf dem Petersplatz geleitet und sich bei den Gläubigen für ihre Gebete bedankt. Am Montag nahm er seine Amtsgeschäfte wieder auf. Die Audienzen wurden noch bis Dienstag abgesagt. Eine der ersten Amtshandlungen des Oberhaupts der Katholischen Kirche waren ein Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und die Leitung der wöchentlichen Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz. Davor fuhr er an Tausenden Gläubigen vorbei, begrüßte sie und spendete seinen Segen. Besonders bei Kindern hielt das Papamobil.

Südafrika-Reise steht nichts im Weg
„Ich habe mich denen nahe gefühlt, die diese Krankheit durchmachen“, sagte der Pontifex. Er bedankte sich beim Personal der Klinik in Rom. Vor seiner Entlassung hatte er sich noch einmal den Brustkorb röntgen und Blut abnehmen lassen. Vor dem Befund der histologischen Untersuchungen war noch nicht klar, ob sich anderswo im Körper Metastasen gebildeten hatten. Zur weiteren Behandlung waren zunächst ebenfalls keine Angaben gemacht worden. Bekannt ist, dass Leo XIV. Atemtherapie erhält.

Aus medizinischer Sicht stehe der geplanten Reise nach Südamerika derzeit nichts im Weg, hieß es aus dem Vatikan am Mittwoch. Der Papst will Uruguay, Argentinien und Peru vom 6. bis 17. November besuchen. Auf dem Programm stehen etwa zwölf Flüge und 30 Ansprachen. Der behandelnde Chirurg sagte bereits am Sonntag, dass die Reise möglich sein sollte.

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