Nach Lungenkrebs-OP
Papst hatte ruhige Nacht, Trump wünscht Genesung
Nach seiner Lungenkrebs-Operation ist Papst Leo XIV. wohlauf. In einem Update am Donnerstag hieß es, er habe eine ruhige Nacht verbracht. Auch US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, er wünsche sich, „dass Papst Leo wieder gesund wird.“
Nach dem Eingriff zur Entfernung eines Lungentumors am Dienstag verläuft die Genesung des Papstes in der römischen Poliklinik Agostino Gemelli weiterhin nach Plan. Der Heilige Vater habe eine ruhige Nacht verbracht, er sei vom Bett aufgestanden und habe gefrühstückt, teilte der Vatikan mit. Am Mittwochabend hatte Leo XIV. die Messe in einem eigens dafür eingerichteten Raum auf seiner Krankenhaus-Etage konzelebriert.
Genesungswünsche für Leo XIV. aus aller Welt
Genesungswünsche erhielt Leo XIV. aus aller Welt, darunter aus seiner US-Heimat. US-Präsident Donald Trump wünschte Leo XIV. nach dessen Lungenkrebsdiagnose eine schnelle Genesung. „Ich möchte, dass Papst Leo wieder gesund wird“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten. „Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass er schnell wieder gesund wird.“
Zeichnungen und Genesungswünsche für Papst im Gemelli-Krankenhaus
Vor dem Gemelli-Krankenhaus in Rom bekunden Gläubige ihre Anteilnahme und Verbundenheit mit Papst Leo XIV. mit Blumen, Zeichnungen und Genesungswünsche. Auch die katholische Kirche in Rom ruft zu gemeinsamen Gebeten für den Papst auf. Am kommenden Sonntag soll bei den Gottesdiensten in der Diözese Rom eine besondere Fürbitte für seine Gesundheit gesprochen werden.
Noch unklar ist, ob sich der Papst jetzt einer Chemotherapie, einer Strahlentherapie oder einer anderen Behandlung unterziehen muss. Zunächst muss das vollständige Ergebnis der Gewebeuntersuchung abgewartet werden.
Gab öfter Differenzen zwischen Trump und Papst
Trump und der erste US-amerikanische Papst hatten sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch übereinander geäußert. Leo forderte in den USA eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Umgang der Regierung mit Migranten. Er bezeichnete das Vorgehen der Trump-Regierung gegen Einwanderer als äußerst respektlos und kritisierte deren aus seiner Sicht unmenschliche Behandlung. Zudem kritisierte Leo den Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Trump hatte den Papst Anfang des Jahres in einem Beitrag im Internet als „schrecklich in der Außenpolitik“ und „schwach bei der Kriminalitätsbekämpfung“ bezeichnet.
Zuletzt äußerte sich Leo Ende September besorgt über die möglichen Gefahren Künstlicher Intelligenz. Warnungen, dass die Technologie das Potenzial habe, die Welt zu zerstören, müssten ernst genommen werden. Damit widersprach er indirekt Trump, der Befürchtungen über eine existenzielle Bedrohung durch Künstliche Intelligenz als „Schwindel“ bezeichnet hatte.

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