Es wurde zwar kein Feuerwerk, aber dafür ein ganz wichtiger Sieg für die Psyche. Der EC Red Bull Salzburg gewann beim Trainer-Debüt von Neo-Coach Teemu Levijoki gegen Ljubljana knapp mit 1:0. Stürmer Benjamin Nissner und Co. freuten sich, drückten aber auch auf die Euphoriebremse.
„Jetzt schauen wir nach vorne“, sagte Eisbullen-Manager Helmut Schlögl nach dem Trainerwechsel von Alan Letang auf Teemu Levijoki. Der Finne, der zuvor bei den Juniors in der Alps Hockey League das Zepter in der Hand hatte, sollte dafür sorgen, dass ein frischer Nordwind weht. Und bekam es dabei nach insgesamt zwei Trainingseinheiten gleich mit Topteam Ljubljana zu tun.
Gegen die Slowenen – Neuzugang Ty Rattie debütierte – zeigten die Bulls zwar defensiveres Hockey, allerdings auch ein geradlinigeres Spiel in der Offensive. Nach einem torlosen ersten Abschnitt (Ljubljana wurde ein Treffer aberkannt) hatte man allerdings auch eine gehörige Portion Glück.
Joshua Lawrence, Zach Boychuk und auch Ex-Bulle TJ Brennan ließen den Puck gleich dreimal an die Stange knallen und bissen sich auch an Schlussmann Atte Tolvanen die Zähne aus. Auf der Gegenseite durfte die nur zaghaft umgestellte Levijoki-Truppe – ab Minute 23 ohne Verteidiger Olivier Galipeau – erstmals jubeln.
Die Leistung von Atte (Tolvanen Anm.) hat uns auch die Chance gegeben, das Spiel zu gewinnen.
Teemu LEVIJOKI, Cheftrainer EC Red Bull Salzburg
Konter brachte Salzburg auf Siegerstraße
Nach einem Querpass von Michael Raffl schloss Schneider einen schnellen Konter mühelos ab – 1:0. „Die Leistung von Atte (Tolvanen Anm.) hat uns auch die Chance gegeben, das Spiel zu gewinnen“, sagte Coach Levijoki nach der Partie. Die die Bulls mit dem knappen Vorsprung über die Zeit retteten und nach dem 0:6-Crash gegen Linz zumindest eine kleine Auferstehung feierten.
„Wenn man sich anschaut, was die letzte Woche alles passiert ist, können wir mit der Leistung sehr zufrieden sein. Man hat schon einige Dinge gesehen, die sich verändert haben“, meinte ein sichtlich erleichterter Benjamin Nissner. Also alles eitel Wonne? Nein! „Es hat sich sicher schon wesentlich leichter angefühlt. Aber wir sind mit Sicherheit noch lange nicht über den Berg“, fügte der 28-jährige Wiener an. Wie gut den Bulls der Trainerwechsel getan hat, können Nissner und Co am Freitag erneut unter Beweis stellen. Dann geht’s für den Ex-Serienmeister nach Innsbruck.
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