Eine schwerwiegende Sicherheitslücke sorgt für Alarmstimmung – und zwar weltweit! Betroffen ist PHP, eine der weltweit am häufigsten eingesetzten Programmiersprachen, auf der zahlreiche Webseiten und Onlinedienste aufbauen. Mehrere Länder gehen vorsorglich offline. Auch die Wiener Uni-Server wurden bereits prophylaktisch deaktiviert.
Die Bandbreite reicht von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress.
Wie unter anderem das IT-Sicherheitsunternehmen Huntress, das Computer Emergency Response Team des Bundes (CERT) und das offizielle PHP-Sicherheitsteam berichten, ist rasches Handeln gefragt. Betreiber betroffener Internetseiten müssen demnach dringend Maßnahmen ergreifen, um ihre Systeme vor möglichen Angriffen zu schützen.
Länder reagieren mit Abschaltungen
Laut „Krone“-Informationen hatten einige Länder bereits mit drastischen Schritten reagiert: Die Niederlande, Dänemark und Finnland haben offenbar staatliche Websites offline genommen. Wohl um ggf. einen Schaden abzuwenden, ehe er auftreten kann. Natürlich sind dadurch web-basierte Services nicht verfügbar.
„Die Website wurde vorsorglich geschlossen. Wir bereiten derzeit die Installation der Fehlerbehebung vor“, heißt es etwa auf einer Regierungswebsite Finnlands. Aufgrund der Sicherheitslücken in PHP habe man „unsere Website (NCSC.NL) vorsorglich vorübergehend offline genommen“, steht auf der Seite der Niederlande zu lesen (siehe Screenshots).
Zwei kritischen Sicherheitslücken
Unter der Bezeichnung „PHP2Shell“ warnen Sicherheitsexperten vor zwei kritischen Sicherheitslücken im Kern von PHP. Sie werden unter den Kennnummern CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 geführt. Das Risiko gilt als extrem hoch: Angreifer könnten die Schwachstellen aus der Ferne ausnutzen, um eigenen Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen.
Die möglichen Folgen sind gravierend. Cyberkriminelle könnten dadurch die vollständige Kontrolle über eine Webseite erlangen, vertrauliche Kundendaten stehlen oder die kompromittierte Serverinfrastruktur für weitere Cyberangriffe missbrauchen.
Neue Sicherheitspatches erwartet
Laut Informationen der „Krone“-IT sollten im Laufe des Nachmittags die ersten Sicherheitspatches verfügbar sein, die das Problem seitens PHP eingrenzen bzw. beheben könnten. Auch weitere Details rund um die Art der Sicherheitslücke werden erst bekannt gegeben.
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