Tiroler in der WEC

Clemens Schmid: „Wollte die Karriere beenden“

Motorsport
22.10.2026 06:30

Nach schwierigen Zeiten in der DTM startete der Wipptaler Clemens Schmid in der Langstrecken-WM durch. Mit Akkodis ASP feierte der 36-Jährige in der vergangenen Saison bereits zwei Siege. Beim Saisonfinale 2026 in Monza will er die Podiumsplätze wieder attackieren.

Der Wipptaler Clemens Schmid hat im Motorsport bereits einiges erlebt. In mehr als 290 Profirennen feierte er 32 Siege, erreichte 50 Podiumsplatzierungen und sicherte sich 36 Polepositions.

DTM-Abenteuer im McLaren
Auch in der renommierten Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) ging der mittlerweile 36-Jährige für Dörr Motorsport an den Start. Dieses Kapitel seiner Karriere ist ihm allerdings weniger positiv in Erinnerung geblieben.

„Das war eine sehr schwere Zeit. Wir waren als Team und mit dem Auto nicht konkurrenzfähig und fuhren immer nur um die hinteren Plätze mit. Ich wollte schon meine Karriere beenden“, erinnert sich Schmid an seine Zeit in der DTM.

Clemens Schmid (r.) fand in der WEC wieder seine Liebe zum Motorsport.
Clemens Schmid (r.) fand in der WEC wieder seine Liebe zum Motorsport.(Bild: DPPI)
Schmid (r.) beim Sieg in den 8h von Bahrain.
Schmid (r.) beim Sieg in den 8h von Bahrain.(Bild: Clemens Schmid)

Als Ersatzfahrer ins Glück
Doch dann bot sich dem Tiroler eine neue Chance: Im Mai 2024 sprang er kurzfristig für den erkrankten Timur Boguslavskiy beim französischen Akkodis ASP Team ein. Beim Sechs-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps gab Schmid damit sein Debüt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).

„Ich konnte zeigen, dass ich noch schnell fahren kann“, erzählt Schmid. Aus diesem Einsatz entwickelte sich ein neues Kapitel seiner Karriere.

2025 startete er für Akkodis mit dem Lexus RCF GT3 in der WEC. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen feierte er Siege beim Acht-Stunden-Rennen von Bahrain und bei den Sechs Stunden von São Paulo.

 Die Konkurrenz bleibt groß, auch das Material stellt das Team vor Herausforderungen. „Der Lexus ist in die Jahre gekommen und frisst schnell die Reifen auf – ich freue mich auf den neuen Toyota GR GT3 im nächsten Jahr“, erklärt Schmid.

Beim Saisonfinale am 8. November in Monza möchte der Tiroler noch einmal alles aus seinem Lexus herausholen. Sein Ziel: „Um das Podium kämpfen.“

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