US-Schauspielerin Christina Applegate hat gar keine Multiple Sklerose! Der „Eine schrecklich nette Familie“-Star hat mehrere Jahre lang mit der MS-Diagnose gelebt. Doch die soll falsch sein, wie Applegate nun in einem Podcast erzählt.
Es klingt fast wie ein medizinisches Wunder: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben kein MS“, habe die Ärztin zu ihr gesagt, berichtet die US-Schauspielerin unter Tränen in ihrem Podcast „MeSsy“. So richtig darüber freuen konnte sich Applegate über die Neuigkeit allerdings nicht.
„Ich war überhaupt nicht glücklich. Alle anderen waren so glücklich“, erzählt sie laut „Bild“-Zeitung. „Ich habe alle Symptome einer MS-Erkrankung. Jedes einzelne davon.“ MS ist eine chronisch-entzündliche, bisher unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems, die unter anderem zu Schmerzen, Lähmungserscheinungen und starken Erschöpfungszuständen führen kann.
„Da steckt etwas anderes dahinter“
Die Ärzte hätten mithilfe neuer Untersuchungsmöglichkeiten herausgefunden, dass ihre Beschwerden nicht von MS kommen. Sie wisse, dass mehrere Erkrankungen ähnliche Symptome wie MS auslösen können, sagt Applegate. „Da steckt noch etwas anderes dahinter“, ist deswegen ihr Fazit. Woher genau ihre Beschwerden kommen, ist allerdings völlig offen.
Lebt seit Jahren mit Diagnose
Christina Applegate machte ihre MS-Diagnose im August 2021 öffentlich bekannt – mitten in den Dreharbeiten zur finalen Staffel der Netflix-Erfolgsserie „Dead to Me“. Seitdem gilt sie als eine der engagiertesten Stimmen für MS-Betroffene weltweit. Die Diagnose erhielt die Schauspielerin einige Jahre, nachdem sie sich nach einer Brustkrebsdiagnose beide Brüste hatte entfernen lassen.
Schmerzen und Erschöpfung
In ihrem Podcast (gemeinsam mit Jamie-Lynn Sigler) und ihrer Biografie „You With the Sad Eyes“ spricht sie regelmäßig ungeschönt über Schmerzen, Erschöpfung und die Hürden des Alltags. Ihre Tage verbringe sie nun hauptsächlich im Bett, so sei ihr „Leben zur Größe einer California-King-Matratze“ geschrumpft, schreibt Applegate in ihrem Buch.
Selbst der Griff nach einem Wasserglas sei häufig beschwerlich. Ihren Körperteilen hat sie eigene Namen gegeben, um sie anzuschreien, wenn der Schmerz zu viel wird. An den meisten Tagen gleiche ein Gang durchs Zimmer dem Erklimmen eines Berges.
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