Ist er ein Projekt für die Zukunft oder ist er der Mann mit dem Feuerwehrschlauch? Teemu Levijoki leitete am Dienstag sein zweites Training als Cheftrainer der Eisbullen. Im Anschluss äußerte sich der Finne ebenso, wie sein Chef Helmut Schlögl. Eine Kolumne von „Krone“-Sportredakteur Mathias Funk.
Teemu Levijoki ist schon der dritte Trainer, der sich nach dem Abgang von Oliver David im Sommer 2025 an der Salzach versuchen darf. Der 50-jährige Finne ist seit 13 Jahren Teil der Organisation. Mit den RB Juniors, die in der Alps Hockey League auflaufen, geigte er in den vergangenen Jahren oft groß auf.
Während er in der Vergangenheit zu keinem Zeitpunkt Thema war, wenn neue Cheftrainer gesucht wurden, soll er jetzt nicht nur die ideale Besetzung sein, sondern das sinkende Schiff im bislang gescheiterten Umbruch vor dem totalen Untergang retten. Dabei blenden die Klubbosse um Helmut Schlögl und Christian Winkler, der am Dienstag das Training besuchte, offensichtlich völlig aus, dass Levijoki keine Erfahrung bei der Betreuung einer Profimannschaft besitzt.
Im Gegenteil. Schlögl stellte sich am Dienstag und sprach sogar von einem frischen Wind. Die Wahl auf den Finnen dürfte innerhalb des RB-Imperiums aber überraschend gefallen sein. Bei seiner zweiten Trainingseinheit am Dienstag fehlten dem Skandinavier nicht nur das passende Paar Schuhe (die Bulls tragen Einheitskleidung), sondern auch der Pullover mit dem richtigen Logo. Denn anstatt Akademie ist jetzt Salzburg aufgestickt.
Angesprochen auf die Vertragslaufzeit kam er indes kurz ins Schwitzen. „Wir schauen uns die kommenden Wochen an“, meinte er. Das Management schloss indes nicht aus, dass noch einmal nachjustiert wird. Die Eisbullen zeigen in puncto Neubesetzung Mut, lassen aber den Finger auf dem Notfallknopf.
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