Die Rektorin der Innsbrucker Universität und ihr Nachfolger informierten am Dienstag über die Auswirkungen des Sparbudgets für den Wissenschaftsstandort und redeten auch über Studiengebühren und Drittmittel. Bei einer Demonstration gegen die Kürzungen in Wien am Donnerstag werden auch einige Tiroler dabei sein.
Nachdem die Regierung ein Uni-Sparbudget von 16 Milliarden Euro für 2028 bis 2030 vorgestellt hat, ist das Entsetzen groß. Laut Unis bedeute das eine Sparvorgabe von zehn Prozent. Dies sei nur mit drastischen Personalkürzungen und Folgen für den Wissenschaftsstandort Österreich möglich, heißt es.
Innsbrucks Rektorin Veronika Sexl: „Wir werden weniger forschen und weniger lehren. Das betrifft nicht nur die Wissenschaft, sondern die Zukunftsfähigkeit des Landes.“
Die Einsparungen werden sich natürlich drastisch auf die Zukunftsfähigkeit unseres Landes auswirken.
Veronika Sexl
„Es trifft vor allem die Nachwuchsforscher“
Wo die Uni Innsbruck mit ihren knapp 28.000 Studierenden und 5800 Mitarbeitern konkret ansetzen kann, das ist laut Sexl und ihrem designierten Nachfolger Gregor Weihs noch unklar. Beide betonen, dass bereits seit zwei Jahren ein Sparprogramm laufe. Es werde jetzt wohl vor allem Nachwuchswissenschaftler treffen. „In der Folge werden wir weniger Drittmittel akquirieren können“, gibt die Rektorin zu bedenken.
Einige der rund 140 Studiengängen an der Uni Innsbruck auflassen – auch das sei nur bedingt eine Option.
Man kann einen Studiengang nicht einfach schließen. Das dauert Jahre und hat Folgen.
Gregor Weihs
Demonstration am Donnerstag in Wien
Man bemühe sich bereits jetzt um Kooperationen mit anderen Unis. „Aber das dauert“, heißt es. Zudem sei nur bei den stark nachgefragten technischen Fächern mit aufwendiger Ausstattung ein großes Sparpotenzial ersichtlich. Und Studiengebühren? „Die sind kein Mittel, um Budgetlöcher zu stopfen“, betont dazu Sexl.
Am Donnerstag wird in Wien demonstriert, auch aus Tirol werden Studierende und Wissenschaftler dabei sein.
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