Verkauf abgeschlossen

Familiensilber nun sogar mit Gewinn verscherbelt

Niederösterreich
19.10.2026 17:00

Der Verkauf von Zweidrittel aller Gemeindewohnungen in Wiener Neustadt wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden 1646 Mieteinheiten um 64,1 Millionen Euro verkauft – um 5,5 Millionen mehr als über den ursprünglichen Wertgutachten. 

„Es ist vollbracht!“. Mit diesen Worten verkündete Bürgermeister Klaus Schneeberger den erfolgreichen Verkauf von 1646 Gemeindewohnungen in Wiener Neustadt. 64,1 Millionen Euro wurden dabei erzielt. „Um 5,5 Millionen mehr als der geschätzte Marktwert“, freut er sich.

Sieben Käufer, darunter drei gemeinnützige Wohnbaugesellschaften und vier private Investoren, erhielten den Zuschlag für die auf elf Pakete aufgeteilten Wohnungen. Historische Wohnanlagen wie der Karl-Renner-Hof und der Pernerstorfer-Hof sowie das Frauenhaus und das Jugend- und Kulturzentrum Triebwerk bleiben bei der Stadt.

Manuel Bugl, Head of Investment Properties CBRE, Christian Töltl, Geschäftsführer IFP Wiener ...
Manuel Bugl, Head of Investment Properties CBRE, Christian Töltl, Geschäftsführer IFP Wiener Neustadt, Bürgermeister Klaus Schneeberger und Hannes Havranek von FSM Rechtsanwälte präsentierten Zahlen und Fakten rund um den Verkauf der Gemeindewohnungen.(Bild: Doris Seebacher)
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Natürlich wird es auch hinkünftig einen Pool an Wohnungen geben, die direkt über das Sozialservice der Stadt nach sozialen Kriterien vergeben werden.

Klaus Schneeberger, Bürgermeister von Wiener Neustadt

Bürgermeister verspricht baldige Sanierung  
Mit dem Geld sollen nun dringend notwendige Sanierungen der bei der Stadt verbliebenen 610 Wohnungen finanziert werden. Für die Mieten der verkauften Wohnungen verspricht Schneeberger, dass diese auch hier in Zukunft nicht willkürlich erhöht werden dürfen. Und dass entsprechende Sanierungen zeitnah durchgeführt werden.

Für Wiener Neustadt war dieser Schritt alternativlos. „Bis 2034 hätten wir 50 Millionen an endfälligen Darlehen zurückzahlen müssen, die Sanierungsnotwendigkeit hätte über 200 Millionen betragen. Das hätte das Stadtbudget überfordert“, so Schneeberger.

Um absolute Transparenz zu beweisen, wird der Gemeinderat formal das Kontrollamt mit der lückenlosen Prüfung des gesamten rund zweijährigen Verfahrens beauftragen.

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