Die Mitarbeiter des in die Insolvenz geschlitterten Frächters Nothegger mit Sitz in St. Ulrich am Pillersee (Tiroler Bezirk Kitzbühel) sind weiterhin im Unklaren, wie es mit dem Unternehmen weitergeht. Wesentliche Fragen zur Sanierung blieben am Montag unklar und die Abstimmung wurde verschoben.
Wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) in einer Aussendung mitteilte, „sind trotz intensiver Gespräche zwischen der Geschäftsleitung der insolventen Gesellschaft, deren Rechtsvertretung, der Insolvenzverwaltung und dem KSV1870 über mehrere Wochen hinweg wesentliche Fragen zur geplanten Sanierung weiterhin offen“. Folglich konnte eine Abstimmung über den vorgelegten Sanierungsplanvorschlag nicht stattfinden.
Die Unternehmensfortführung im Rahmen des Insolvenzverfahrens hat keine spürbaren Überschüsse erbracht.

Klaus Schaller vom KSV
Bild: KSV1870/Die Fotografen
Forderungen von 450 Gläubigern
Wie bereits berichtet, bietet die Nothegger Transport Logistik GmbH den Insolvenzgläubigern eine Quote von 20 Prozent an. Es handelt sich dabei um die gesetzliche Mindestquote. Im Insolvenzverfahren sind aktuell von knapp 450 Gläubigern Forderungen in Höhe von rund 86 Millionen Euro angemeldet worden. Die Insolvenzverwalterin hat bisher Insolvenzforderungen in Höhe von knapp 30 Millionen Euro anerkannt, bestritten geblieben sind rund 56 Millionen Euro.
Der KSV1870 geht davon aus, dass noch beträchtliche Beträge nachträglich von der Insolvenzverwaltung anerkannt werden.
„Keine spürbaren Überschüsse“
Klaus Schaller, Leiter des KSV1870 in Tirol, analysiert: „Die Unternehmensfortführung im Rahmen des Insolvenzverfahrens hat keine spürbaren Überschüsse erbracht. Der KSV1870 hat gegenüber dem Management der Nothegger Transport Logistik GmbH wiederholt betont, dass eine zeitnahe Auszahlung einer fünfprozentigen Barquote im Rahmen des Sanierungsplans von der Gläubigerschaft erwartet wird. Diese Barquote wäre aus meiner Sicht nicht nur ein finanzieller Beitrag zur Erfüllung des Sanierungsplans, sondern auch ein wichtiges Signal des Eigentümers. Sie könnte als Bekenntnis zum langfristigen Fortbestand des Unternehmens verstanden werden.“
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