Antrag fehlt weiterhin

Weiter Stillstand rund um Millionenpleite in Tirol

Tirol
11.08.2026 18:00

Der Antrag auf Abschluss eines Sanierungsplans von der insolventen Firma Nothegger aus St. Ulrich am Pillersee im Tiroler Bezirk Kitzbühel ist immer noch nicht beim KSV eingetroffen. Laut einer Sprecherin „haben wir schon länger nichts mehr von dem Betrieb gehört“.

Geht es rein nach der Anzahl der betroffenen Mitarbeiter, handelt es sich um die größte Insolvenz in Tirol seit 15 Jahren. Wie die „Krone“ schon mehrfach berichtete, schlitterte die Nothegger Transport Logistik GmbH mit Hauptsitz in St. Ulrich am Pillersee Anfang März in die Millionenpleite. Zwei Monate später fand die Prüfungstagsatzung statt.

In dieser „hat die Insolvenzverwaltung Forderungen in der Höhe von 15,4 Millionen Euro anerkannt. Bisher bestritten geblieben sind Gläubigeransprüche in der Höhe von knapp 21 Millionen Euro“, teilte der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) im Anschluss mit.

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Wir warten immer noch auf eine entsprechende Nachricht des Betriebs.

Eine Mitarbeiterin des KSV

„Mit jeder Woche steigen Kosten für das Verfahren“
Zudem ließ der KSV damals wissen, dass das Transportunternehmen mit mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Sanierung anstrebe. „In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob mit den Gläubigern eine Einigung gefunden werden kann“, so Klaus Schaller, der Regionalleiter West.

Anfang Juni hieß es auf „Krone“-Nachfrage, dass trotz des Vorhabens einer Sanierung „noch kein Antrag auf Abschluss eines Sanierungsplans vorliegt“. Darüber hatte sich der Leiter sehr verwundert gezeigt, denn „mit jeder Woche, die ein Insolvenzverfahren dauert, steigen auch dich Kosten für das Verfahren“.

„Haben von dem Betrieb länger nichts gehört“
Offenbar lässt sich das Unternehmen, das 1992 gegründet wurde und laut Homepage über 15 internationale Niederlassungen und einen Fuhrpark von über 700 Fahrzeugen verfügt, mit der Einreichung des Antrags sehr viel Zeit. „Wir warten immer noch auf eine entsprechende Nachricht des Betriebs und haben schon länger nichts mehr gehört“, sagt eine Mitarbeiterin des KSV am Telefon.

Demnach steht weiterhin in den Sternen, wann das Insolvenzverfahren zu einem Ende findet – und vor allem, mit welchem Ergebnis.

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