Erfolgsrezepte

Handel muss auf Qualität und Kundennähe setzen

Vorarlberg
17.10.2026 19:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Wie sieht der Einkauf von morgen aus? Beim diesjährigen Handelstag der Wirtschaftskammer Vorarlberg verriet Zukunftsforscher Boris Planer, warum die Kombination aus moderner Technologie und persönlicher Beziehung die Zukunft des regionalen Handels sichert.

Wie sieht der Einkauf von morgen aus? Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich die Teilnehmer des diesjährigen Handelstags der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV). Handelsexperte und Zukunftsforscher Boris Planer machte in seinem Vortrag deutlich, dass sich der Handel zunehmend vom reinen Verkaufsort zu einem integralen Teil des Alltags entwickelt. Während digitale und bequeme Angebote für Kunden längst selbstverständlich seien, gewännen persönliche Begegnungen, individuelle Beratung und Vertrauen wieder massiv an Bedeutung.

Mut für Neues und Weiterentwicklung
Dabei geht es beim Einkaufserlebnis nicht zwingend um Spektakel: Manchmal schätzen Kunden Schnelligkeit, ein andermal Inspiration. Entscheidend sei, die Bedürfnisse der Menschen genau zu verstehen und Technologie sinnvoll einzusetzen, ohne die persönliche Beziehung zu vernachlässigen. Für die Betriebe vor Ort hatte Planer einen klaren Rat: Nicht auf die perfekte Zukunftsstrategie warten, sondern mutig Neues ausprobieren und das eigene Angebot schrittweise weiterentwickeln.

Auch Carina Pollhammer, Obfrau der Sparte Handel, sieht in dieser Haltung den Schlüssel für die heimische Wirtschaft. „Gerade der stationäre Handel kann seine Stärken ausspielen, indem er Orientierung bietet, Menschen zusammenbringt und lokale Identität stärkt. Die Chance liegt nicht darin, internationale Onlinehändler zu kopieren, sondern eigene Stärken besser auszuspielen.“

Starker Wirtschaftsmotor für die Region
Mit rund 7060 Mitgliedsbetrieben und mehr als 22.000 Beschäftigten ist der Handel die drittgrößte Branche Vorarlbergs und sichert eine regionale Kaufkraftbindung von 80 Prozent. „Unsere Händler verkaufen nicht einfach Waren – sie schaffen Vertrauen, bieten Service und machen unsere Ortszentren lebendig“, unterstrich Pollhammer. Wer die Wünsche seiner Kunden versteht und Qualität mit Offenheit für neue Wege verbindet, gehe gestärkt in die Zukunft.

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