Am Freitag veröffentlichte der österreichische Leichtathletikverband seine Kader für die Saison 2027. Für drei Vorarlbergerinnen gab es jede Menge Grund zur Freude, scheinen sie doch im A-Kader auf. Zudem schafften es drei Youngsters in den Nachwuchselitekader. „Nur“ im „Hopekader“ scheint indes eine Vorarlbergerin auf, die 2026 Österreichs Beste in ihrer Disziplin war.
„Drei Vorarlbergerinnen im ÖLV-A-Kader – auf die Schnelle weiß ich nicht, ob es das schon gegeben hat“, freute sich VLV-Sportdirektor Sven Benning. Die ÖLV-Sportkommission hatte am Montag getagt und Geherin Thersia Mohr von der TS Egg, Sprinterin Isabel Posch und Langstreckenläuferin Lisa Redlinger (beide TS Lustenau) in den höchsten Kader eingestuft.
Drei vielversprechende Youngsters
Damit sind die Frauen in der Ländle-Leichtathletik weiter das klar stärkere Geschlecht. Vorarlberger Herren sucht man in den rot-weiß-roten A- und B-Kadern nämlich vergeblich. Mit 400-Meter-Hürden-Ass Zsombor Klucsik (TS Egg) und Zehnkämpfer Lorenz Wirth (TS Lauterach) schafften es aber zumindest zwei U-20-Athleten in den Nachwuchselitekader. Ebenso wie Pauline Schedler. Die Mittelstrecklerin der TS Egg hatte Österreich in dieser Saison wie auch Wirth bei der U20-WM in den USA vertreten und 2026 mehrere Bestleistungen markiert.
Beste Österreicherin, aber...
Eine persönliche Bestleistung gelang auch Siebenkämpferin Chiara Schuler (TS Hörbranz). Bei den Landesmeisterschaften in Lustenau konnte die 25-Jährige die 6000-Punkte-Marke erstmals knacken und mit 6003 Zählern den Titel holen. Damit avancierte „Kiki“ auch zur punktbesten Österreicherin 2026 vor Sarah Lagger (5986) und EM-Starterin Verena Mayr (5906). Während Mayr in den B-Kader eingestuft wurde, scheinen Lagger und Schuler nur im „Hopekader“ (wie auch Anna Mager von der TS Jahn Lustenau und U23-Athlet Michael Gantner vom ULC Dornbirn) auf, was für Förderungen – etwa von Trainingslagern – durchaus von Bedeutung ist.
EM wichtiger als Punkte
„Entscheidender als die Jahresbestenliste ist für die Sportkommission in dem Fall die EM-Teilnahme“, erklärt Bernhard Rauch, stellvertretender ÖLV-Generalsekretär der „Krone“. Benning wollte die Entscheidung nicht kommentieren. Sauer stieß ihm aber auf, dass Kugelstoßerin Sophia-Maria Thoma (TS Bludenz) nicht in den „Hopekader“ aufgenommen wurde. „Sie hat um sechs Zentimeter das Limit für die U18-EM verpasst. Hätte sie es geholt, wäre sie wohl sogar im Elitekader“
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