Die Missbrauchsanklage gegen den US-Schauspieler und Regisseur Timothy Busfield (69) ist aufgehoben worden. „Der Staatsanwalt hat es versäumt, fair und unparteiisch zu handeln“, befand Richter Joseph Montano am Freitag (Ortszeit) im Bundesstaat New Mexico (USA).
Busfield hatte bereits im Juni einen Antrag gestellt, die Anklage aufgrund von Verfahrensfehlern aufzuheben. Das Gericht teilte nun mit, dass der zuständige Bezirksstaatsanwalt eine Grand Jury nicht ordnungsgemäß informiert hätte, zum Beispiel hinsichtlich der Befragung möglicher Zeuginnen und Zeugen.
Busfield wurde „krimineller sexueller Kontakt mit einem Kind“ in vier Fällen vorgeworfen. Die Anschuldigungen erhoben zwei minderjährige Zwillingsbrüder, die in der TV-Serie „The Cleaning Lady“ mitspielten, die von 2022 bis 2025 in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt worden war. Sie berichteten von sexuellen Übergriffen Busfields am Set, wie mehrfachen Berührungen im Intimbereich. Der 69-Jährige hatte bei einigen Folgen Regie geführt.
Er wurde im Jänner 2026 verhaftet und hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Er habe den Buben nichts getan, sagte er. Zudem erklärte der Schauspieler und Regisseur, die Eltern seien verärgert gewesen, weil ihre Kinder durch jüngere Darsteller ersetzt worden seien.
So geht es jetzt weiter
Die Staatsanwaltschaft in New Mexico muss jetzt entscheiden, ob sie ein neuerliches Grand-Jury-Verfahren anstreben und Busfield ein weiteres Mal anklagen will. Eine Grand Jury ist eine Gruppe von Geschworenen, die nach Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob in einem Fall Anklage erhoben werden kann.
Busfield ist aus TV-Serien wie „Die besten Jahre“ und „The West Wing“ bekannt.
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