Gegen den US-Schauspieler und Regisseur Timothy Busfield (68), bekannt als Danny Concannon aus der Erfolgsserie „The West Wing“, ist ein Haftbefehl wegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erlassen worden. Busfield ist der Ehemann von Melissa Gilbert, die als Laura Ingalls in der Kultserie „Unsere kleine Farm“ (Little House on the Prairie) weltberühmt wurde.
Die mutmaßlichen Taten sollen sich am Set der FOX-Serie „The Cleaning Lady“ ereignet haben, bei der Busfield als Regisseur tätig war. Die Eltern der Kinder gaben gegenüber der Polizei an, ihre Söhne seien Kinderdarsteller gewesen und hätten Busfield während der Dreharbeiten kennengelernt. Die Serie lief von 2022 bis 2025.
Ein Arzt des University of New Mexico Hospital (UNMH) soll im November 2024 die Behörden über mögliche sexuelle Übergriffe informiert haben. In der Folge nahmen die Ermittlungen ihren Lauf. Einer der Minderjährigen habe angegeben, die Übergriffe hätten bereits begonnen, als er sieben Jahre alt gewesen sei.
Hinweise auf Grooming und psychische Folgen
In dem Haftbefehl ist von möglichem Grooming die Rede. Busfield habe ein besonders enges Verhältnis zu den Kindern aufgebaut und sie gebeten, ihn „Uncle Tim“ zu nennen. Fachkräfte hätten den Eindruck gewonnen, die Jungen seien gezielt manipuliert worden. Ein Therapeut diagnostizierte bei einem der Kinder später moderate posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) sowie Angstzustände. Berichtet wird unter anderem von Albträumen, Bettnässen und deutlichen Verhaltensänderungen.
Busfield weist schwere Vorwürfe zurück
Timothy Busfield bestreitet die Anschuldigungen. Gegenüber Ermittlern habe er eingeräumt, die Kinder möglicherweise spielerisch berührt oder hochgehoben zu haben, dies jedoch nie in unangemessener Weise. Körperkontakt sei stets offen und in Anwesenheit anderer erfolgt, so Busfield. Zudem erklärte er, die Eltern seien verärgert gewesen, nachdem ihre Kinder später durch jüngere Darsteller ersetzt worden seien. Eine Schauspielkollegin habe ihm gesagt, die Mutter wolle sich „rächen“.
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