Liebe Leserinnen, liebe Leser, die Forderung von Landeshauptmann Markus Wallner, die Strafmündigkeit in Österreich von 14 auf zwölf Jahre zu senken, klingt auf den ersten Blick populär und entschlossen. Wer Grenzen überschreitet, soll spürbare Konsequenzen erfahren. Doch der Griff nach dem Jugendstrafrecht ist ein Scheingefecht, das an den realen Ursachen von Jugendkriminalität vorbeigeht und die eigentlichen Probleme nicht löst. Wer Jugendkriminalität nachhaltig bekämpfen will, darf nicht erst beim Strafrecht ansetzen, sondern muss dort investieren, wo Ursachen entstehen: bei präventiver Schulsozialarbeit, psychologischer Betreuung und Unterstützung für überlastete Familien. Genau diese Meinung vertreten auch Christian Netzer, Kinder- und Jugendanwalt in Vorarlberg, und Christian Haidinger von der Kriminalitätspräventionsstelle „Spurwechsel“. In der Sonntagsausgabe der „Krone“ sprechen sie sich klar gegen frühere Strafmündigkeit aus. Diesen und weitere Texte finden Sie wie gewohnt in der Printausgabe oder auf unserer Homepage. Einen erholsamen Sonntag und viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen, Sonja Schlingensiepen
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