Eine Angiographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Blutgefäßen. Damit werden auch minimalinvasive Eingriffe möglich. Im Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol ist das seit zwei Jahren der Fall. Die bisherigen Erfahrungen sind vielversprechend.
Seit Herbst 2024 ist im Bezirkskrankenhaus St. Johann eine Angiographie- Einheit mit Roboterarm in Betrieb. Mit ihr können nicht nur Blutgefäße nach Beigabe von Kontrastmittel präzise dargestellt werden, sondern über unterschiedliche Katheter sind auch minimalinvasive Behandlungen möglich.
Wir können heute schonender behandeln und Eingriffe anbieten, die früher so am Standort nicht möglich waren.

Primar Christof Kranewitter
Bild: BKH St. Johann/Egger
Kürzlich wurde der 1000. Eingriff durchgeführt, meldet das Krankenhaus. „Die Anlage ist an drei Tagen pro Woche im Vollbetrieb und wird für eine ganze Reihe unterschiedlicher Eingriffe genutzt. Davon profitieren vor allem die Patientinnen und Patienten aus unserer Region“, erläutert der Leiter der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Primar Christof Kranewitter.
Möglichkeit, Gefäße zu erweitern
Ein Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Gefäßerkrankungen. Verengte oder verschlossene Gefäße, etwa an Beinen und Becken, können über einen Katheter erweitert und bei Bedarf mit einem Stent versorgt werden. Aber auch bei Aneurysmen, arteriellen Embolien und Gefäßverletzungen kommt das Verfahren zum Einsatz. „Durch die enge und gute Zusammenarbeit mit der Gefäßchirurgie können wir viele Erkrankungen direkt am Standort St. Johann abklären und behandeln“, freut sich Kranewitter.
Rund 350 Behandlungen werden mittlerweile im Jahr durchgeführt. Kranewitter spricht von einer sehr guten Auslastung. Die Angiographie habe sich innerhalb kurzer Zeit als wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung im Bezirk Kitzbühel etabliert.
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