Im neuen Gault&Millau

Gleich sechs Hauben – das gab es bisher noch nie

Salzburg
19.10.2026 20:00

Gleich sechs Hauben konnte Spitzenkoch Vitus Winkler im neuen Gault & Millau 2027 abstauben – zusammengerechnet. Denn er ist in der wichtigen Gourmet-Wertung gleich mit zwei Lokalen vertreten. Ein anderes Salzburger Toplokal ist hingegen nicht mehr in der Wertung zu finden.

Der Blick in die neue Ausgabe der Genuss-Bibel Gault & Millau unterscheidet sich heuer gleich in den ersten drei Zeilen deutlich. Denn ein absolutes Salzburger Spitzenrestaurant fehlt in der Wertung der Besten: jenes der Brüder Obauer. Groß war das Entsetzen der Gourmet-Welt, als Rudi und Karl Obauer im heurigen Frühjahr ihr Ende im Gastro-Olymp ankündigten. Sie schließen ihr Restaurant Ende Oktober. Im Gault & Millau 2027 sind sie daher nicht mehr gelistet. Eine Ehrung fürs Lebenswerk besiegelt die beispiellose Karriere der Brüder.

Beenden ihre Gourmet-Karriere Ende Oktober: Karl und Rudi Obauer.
Beenden ihre Gourmet-Karriere Ende Oktober: Karl und Rudi Obauer.(Bild: Marco Riebler)

Ansonsten zeigt sich Salzburgs Gourmet-Ranking in den obersten Rängen solide. Das „dahoam“ unter der Leitung von Andreas Herbst rückt dem „Kräuterreich“ von Vitus Winkler und dem „Senns.Restaurant“ von Andreas Senn näher. Einen ganzen Punkt konnte das Leoganger Restaurant in der Wertung verbessern.

(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Den größten Aufstieg des Jahres legte aber das „St. Peter Stiftskulinarium“ in Salzburg-Stadt hin. 2,5 Punkte und eine Haube mehr stehen jetzt im Gourmetführer neben dem Namen des Restaurants.

St. Peter Stiftskirche und das Stiftskulinarium.
St. Peter Stiftskirche und das Stiftskulinarium.(Bild: Markus Tschepp)

Auch einige Neuzugänge sind in der Salzburg-Wertung zu finden. Darunter das „Schloss Restaurant“ des Rosewood Schloss Fuschl. Lange kämpfte man dort darum, in der obersten Liga anzukommen. Nun spielt das Lokal unter der Leitung von Julian Schwamberger gleich mit zwei Hauben zum Einstand mit. Vitus Winkler hat gleich sechs Hauben erkocht.

Dürfen sich über zwei Hauben freuen: Robert Rübsam und Lebensgefährtin Andrea Breitenthaler vom ...
Dürfen sich über zwei Hauben freuen: Robert Rübsam und Lebensgefährtin Andrea Breitenthaler vom „Schützenwirt“.(Bild: Der Schützenwirt)

Ähnliches kann auch „Der Schützenwirt“ unter Robert Rübsam in St. Jakob am Thurn behaupten. Zwei Hauben gehen auch an diesen Neueinsteiger.

Jakob Schmid (li.) und Daniel Reifecker vom „Das Schrei“.
Jakob Schmid (li.) und Daniel Reifecker vom „Das Schrei“.(Bild: FRANZ NEUMAYR)

Und auch ein alter Bekannter taucht unter den neuen Gesichtern auf. Wie das geht? So: Sternekoch Vitus Winkler hat mit dem „Wirtshaus im Sonnhof“ eine bodenständige und preiswerte Alternative zum Fine Dining in seinem „Kräuterreich“ etabliert.

In der Punktewertung aufsteigen konnten unter anderem auch das „Weitmoser Schlössl“, der „Weyerhof“ und „Das Schrei“.

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