Die Oberösterreicher sind in der Nordliga vor dem Tor deutlicher effizienter als die Klubs aus Salzburg. Die Top-Knipser fehlen bei den Salzburger Teams aktuell. Der Seekirchen-Trainer Tomislav Jonjic hat eine scherzhafte Idee.
Die Bilanz in der Vorsaison liest sich hervorragend: Da erzielte Seekirchen in der Regionalliga West in 32 Spielen 83 Tore. Mit dem Wechsel auf die Regionalliga Nord ging die Offensivpower der Wallerseer aber komplett verloren. Nach den zwölf bisherigen Spielen stehen nur ebenso viele Treffer zu Buche. Mit einem Schnitt von einem Tor pro Partie spielt man unweigerlich um den Abstieg. „Das ist viel zu wenig“, weiß auch Coach Tomislav Jonjic.
Verteidiger als Stürmer?
Wie so oft haben auch die Seekirchener aktuell mit den typischen Problemen zu kämpfen: Es werden Chancen kreiert, aber nicht verwertet. „Uns fehlt diese Entschlossenheit, der letzte Wille. Daran müssen wir arbeiten.“ Beim 0:2 gegen Hallein habe sein Team laut eigener Aussage „drei hundertprozentige Chancen gehabt. Der Tormann von Hallein (Alexander Hillebrand, Anm.) hat das überragend gemacht, wir haben ihn aber auch angeschossen.“ Die Dreierkette um Kapitän Felix Eliasch funktioniere aber gut. „Die drei (Wechselberger, Sickinger und Eliasch, Anm.) bringen immer Leistung. Vielleicht sollte ich Felix als Stürmer spielen lassen“, scherzte Jonjic.
Uns fehlt diese Entschlossenheit, der letzte Wille. Daran müssen wir arbeiten.
Seekirchen-Trainer Tomislav Jonjic
Doch nicht nur Seekirchen kämpft mit offensiven Problemen. Generell zeigt sich, dass die Oberösterreicher vor dem Tor effizienter sind. Während die Salzburger im Schnitt rund 16-mal getroffen haben, durften die Nachbarn ob der Enns sechsmal öfter jubeln.
Wie Seekirchen steht auch St. Johann erst bei mageren zwölf Treffern. Bernhard Kletzl ärgerte sich schon beim 0:1 in Hallein sehr über die Chancenauswertung, auch am Freitag gegen Bad Schallerbach klingelte es nur einmal im gegnerischen Gehäuse. Die Verletzung von Angreifer Florian Ellmer sowie die Abgänge von Benjamin Ajibade (Karriereende) und Raphael Kosakiewic (Liefering) konnte man noch nicht so richtig kompensieren.
Den Salzburger Klubs fehlt heuer ein richtiger Top-Knipser. Wals-Grünau (Petrit Nika) oder Kuchl (Lukas Brückler) hätten solche im Kader. Brückler netzte erst fünfmal, Nika gelangen erst vier Treffer. Salzburgs beste Torschützen sind Christian Schnöll (Grünau) und FC Pinzgaus Philipp Zehentmayr (beide mit sieben Goals).
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