25 Bäume einer historischen Allee in Waidhofen an der Thaya (Niederösterreich) müssen weg. Die Gruppe „Baumstimmen“ möchte das stoppen. Laut deren Mitgliedern sei seitens der Politik nicht mit offenen Karten gespielt worden.
Erzählungen von der Birkenallee in der Wienerstraße in Waidhofen an der Thaya reichen bis in den Zweiten Weltkrieg zurück. Wohl Anfang der 1930er- Jahren gepflanzt, zeigt ein altes Archivfoto die Bäume 1941. Viel Zeit ist vergangen, die Birken sind hoch gewachsen und zum Herzstück für viele Waidhofner Bürger geworden.
Wenn die Bäume eine mögliche Gefahr darstellen für Personen, dann müssen sie schlichtweg gefällt werden.

ÖVP-Ortschef Josef Ramharter
Bild: zVg / Gemeinde Waidhofen a.d. Thaya
Weil sie eine Gefahr darstellen, sollen nun einige von ihnen im November gefällt werden, wie in den vergangenen Wochen bekannt wurde. „Zum einen sind die Bäume schon sehr alt. Und der heurige heiße Sommer hat sie nochmal geschwächt“, erklärt Ortschef Josef Ramharter.
Die Initiative „Baumstimmen“ sieht das kritisch. Verärgert über die geplanten Umschnitte stößt ihnen sauer auf, dass der „Baummord“ schon im Juni geplant worden sein dürfte – aber erst jetzt kommuniziert wurde.
Volksbegehren verlangt
„Ich bin von Wien wieder zurück ins Waldviertel gezogen, weil ich die Natur liebe“, sagt eine der „Baumstimmen“, Alexandra Muhm. Eine Begutachtung der Bundesforste hat ergeben: 25 der 81 Bäume müssen weg. „Die sind aber weder krank noch so schwach, dass sie sich nicht wieder fangen könnten!“, stützt sich die Initiative auf Experten, die sie selbst zur Begutachtung eingeladen hat. Auch 18 weitere Birken seien zudem seit Dienstag markiert. „Wir wollen nun ein Volksbegehren starten“, sagen die „Baumstimmen“.
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