Dem Welser Sportartikelhändler kam heuer die Fußball-WM zupass, aber auch E-Bikes und Winterartikeln boomen. So stieg der Österreich-Umsatz auf einen Rekordwert von 690 Millionen Euro. Dennoch wurden wegen steigender Kosten Mitarbeiter abgebaut.
Der Sportartikelhändler Intersport mit Sitz in Wels steigerte seinen österreichweiten Umsatz im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr um sechs Prozent auf 690 Millionen Euro. „Das ist Rekord“, sagt Geschäftsführer Franz Koll.
Für das Wachstum nennt Koll drei Hauptgründe. Erstens sei das Wintergeschäft mit einem Plus von elf Prozent sehr gut gelaufen. Zweiter Wachstumstreiber seien E-Bikes – schon „53 Prozent der verkauften Fahrräder sind E-Bikes“, so Koll. Und drittens habe die heurige Fußball-WM Verkäufe von Teamsportartikeln befeuert.
Internes Sparprogramm
Trotz des Wachstums hat sich der Marktführer mit seinen rund 280 Standorten in ganz Österreich in den vergangenen beiden Jahren ein unternehmensinternes Effizienzprogramm verordnet. „Weil die Märkte dynamisch sind, die Kosten exorbitant gestiegen sind und die Bürokratie erschlagend war“, begründet Koll. Unter anderem durch Digitalisierung seien Prozesse beschleunigt worden. Auch ein Personalabbau in der Zentrale in Wels war Teil des Programms. Intersport habe eine „zweistellige“ Zahl an Jobs gestrichen – genauer beziffert Koll den Abbau nicht. Aktuell arbeiten in der Zentrale 323 Beschäftigte, österreichweit sind es 3600.
Stationärer Handel bleibt zentral
Insgesamt sieht sich Intersport für weiteres Wachstum gut aufgestellt. Helfen soll dabei das kürzlich auf 40.000 Quadratmeter erweiterte Logistikzentrum in Wels, von wo aus Märkte in Österreich und anderen Ländern beliefert werden.
Interessant ist zudem: Obwohl die Online-Verkäufe um ein Drittel zugelegt haben, macht Intersport immer noch mehr als 90 Prozent seiner Erlöse in den stationären Filialen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.