Traktor kracht in Haus

„In dem Zimmer schläft meine Tochter nie mehr“

Oberösterreich
09.10.2026 17:05

Die Familie dachte, es sei etwas explodiert, als ein führerloser Traktor in ihr Haus donnerte. „Das Wichtigste ist, dass wir unverletzt sind“, sagt die Mutter am Tag nach dem Unglück. Ihre beiden Töchter blieben am Freitag von der Schule daheim, um das Erlebte zu verarbeiten.

„Ich dachte, es hat eine Explosion gegeben“ – Iris K. (50) aus Großraming in Oberösterreich hat die Nacht zum Freitag nicht gut geschlafen. Wie berichtet, war am Donnerstagnachmittag ein führerloser Traktor ins Haus der Familie eingeschlagen, hatte das Zimmer der 14-jährigen Tochter zerstört.

„Ich war mit ihr wenige Minuten zuvor noch drinnen, wir haben herumgeräumt und noch ein Foto gemacht. Das ist mit 16.45 Uhr datiert“, erzählt die zweifache Mutter – um 17.07 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert.

Teile durch Zimmer geschleudert
„Das Wichtigste ist, dass wir unverletzt sind“, sagt die 50-Jährige. Sie will gar keine „Was wäre, wenn“-Szenarien durchdenken, denn das Kinderzimmer wurde völlig demoliert, Eisen- und Blechteile – vermutlich vom Fenster – waren durchs Zimmer geschleudert worden, steckten in der anderen Seite des Raums in der Mauer.

Kinder kamen mit Schrecken davon
Die jüngere Tochter (9) war mit einer Freundin in ihrem Zimmer, das gegenüber jenem der Schwester liegt – die Mädchen kamen mit einem Schrecken davon. „Das Kriseninterventionsteam hat uns geraten, es ruhig anzugehen“, sagt die Mama. Ihre Töchter blieben am Freitag daheim, es gab auch genug zu organisieren.

Unfall bei Holzarbeiten
„Wir müssen die ganzen Sachen wohin räumen, ausmachen, wer wo schläft. Ich glaube, meine Tochter schläft nie mehr in ihrem bisherigen Zimmer“, sagt Iris K., die schon öfter ein ungutes Gefühl hatte, wenn oben am steilen Hang der Bauer mähte oder Stämme aus dem Wald zog. Durch die letztgenannte Tätigkeit war der Unfall passiert, als eine Kette riss, ein Stamm unter den Traktor geriet.

Landwirt unverletzt
Während der 77-Jährige nachsah, rollte neben ihm die Zugmaschine weg. Er war selbst geschockt und sprachlos, als er zum Unfallort eilte. Auch, dass er noch aufspringen wollte, um das Gefährt zu stoppen, erzählte er. Die Familie ist froh, dass er das nicht getan hat – der Versuch wäre vermutlich nicht gut ausgegangen. So ist es beim Sachschaden geblieben. Die Feuerwehr hat das Haus provisorisch abgedichtet, damit die Familie bleiben kann.

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