Schweigsam saß ein Innviertler am Freitag im großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichts Linz. Der 25-Jährige musste sich nach dem Verbotsgesetz verantworten, Strafrahmen in seinem Fall ein bis zehn Jahre Haft.
Im März des Vorjahres nahm der Angeklagte an einer Demonstration der „rechten Faust“ in der Landeshauptstadt teil. Gekleidet war es szenetypisch mit Bomberjacke und Springerstiefel, zum Verhängnis wurden ihm aber seine NS-Tattoos, die er dort zur Schau stellte.
Einschlägige Bilder und Nachrichten
An seinem rechten Ellenbogen prangte die „Schwarze Sonne“, den linken Unterarm „zierte“ die sogenannte „Wolfsangel“. Der 25-Jährige wurde vorläufig festgenommen, sein Handy konfisziert. Darauf fanden sich von Anfang 2024 bis März 2025 weitere einschlägige Bilder und Nachrichten.
Überstochene Tattoos präsentiert
Vor der Richterin machte der Angeklagte von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch. Sein Anwalt meinte: „Er bedauert sein Verhalten, will damit abschließen.“ Nur einmal wird der 25-Jährige aktiv, als er aufsteht, seine Ärmel hochschiebt und der Vorsitzenden die mittlerweile überstochenen Tätowierungen präsentiert.
12 Monate Haft
In seinem Abschlussplädoyer wendet sich der Staatsanwalt noch einmal an die Geschworenen: „Der Angeklagte hat einen Hass auf IS-Terroristen entwickelt. Das mit NS-Propaganda zu beantworten, ist paradox.“ Letztlich wurde der Innviertler rechtskräftig zu zwölf Monaten bedingter Haft und einer unbedingten Geldbuße in der Höhe von rund 1400 Euro verurteilt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Schon bald erwartet Sie auf krone.at ein rundum erneuerter Forenbereich mit vielen neuen Features! Mehr Informationen finden Sie hier.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.