In Belgien, der Slowakei, Portugal, Frankreich und Deutschland sei der Einkommensunterschied zu Lasten der Frauen seit 1999 sogar größer geworden, kritisiert die EU-Kommission. In 17 EU-Staaten habe er sich geringfügig verringert, in drei Ländern sei die Differenz gleich geblieben. Im europaweiten Durchschnitt sei die Einkommenskluft seit 1999 nur um einen Prozentpunkt kleiner geworden. Wegen der unterschiedlichen nationalen Berechnungen seien Ländervergleiche aber schwierig, betont die Kommission.
Rolle der Frauen "bleibt schwach"
Auch die Rolle von Frauen in Führungspositionen "bleibt schwach", konstatiert der EU-Bericht. "Positive Entwicklungen sind sehr langsam." Mehr als ein Drittel weibliche Parlamentsabgeordnete gebe es etwa nur in Schweden, Dänemark, den Niederlanden, Finnland, Spanien und Belgien, während der Frauenanteil im Hohen Haus in Griechenland, Irland, Slowenien, Italien, Ungarn und Malta unter 15 Prozent liege.
In Europas Wirtschaft sind dem Bericht zufolge durchschnittlich 32 Prozent aller Managerposten mit Frauen besetzt. Nur zehn Prozent der Vorstandsmitglieder und drei Prozent der Geschäftsführenden größerer Unternehmen in der EU sind jedoch Frauen. "Anlass zur Sorge" gibt laut Kommission auch der sich hartnäckig haltende geschlechtsspezifische Unterschied im Bereich der Teilzeitbeschäftigung: 32,6 Prozent der erwerbstätigen Frauen, aber nur 7,4 Prozent der Männer arbeiten Teilzeit.
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