Während Martin Staudinger, Bürgermeister von Hard in Vorarlberg, stolz verkündet, dass seine Gemeinde budgetär besser dastehen würde als andere Kommunen, wird er von seinen politischen Gegnern der „Kindesweglegung“ bezichtigt.
Mit Zahlen der Statistik Austria rechnete Martin Staudinger (SPÖ) jüngst vor, dass die Pro-Kopf-Verschuldung in der von ihm geführten Gemeinde Hard im vergangenen Jahr weniger stark angestiegen sei als in anderen Gemeinden Vorarlbergs. Während dieser Wert im Schnitt nämlich bei 17 Prozent liegen würde, wären es in Hard lediglich 6 Prozent.
Der langfristige Finanzschuldenstand sei im Jahr 2025 planmäßig von 31,5 auf 33,9 Millionen Euro angestiegen. „Das sind rund 2460 Euro je Einwohnerin und Einwohner, und damit ein Plus von etwa 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig hat Hard im letzten Jahr 2,13 Millionen Euro an Schulden getilgt. Der Rechnungsabschluss 2025 ist außerdem um mehr als eine Million Euro besser ausgefallen als budgetiert“, erklärte Staudinger.
Verfälschung der Tatsachen?
Anders sehen das aber Gemeinderat Herbert Motter und Vizebürgermeister René Bickel (beide Zukunft Hard). Die von Staudinger veröffentlichen Zahlen seien nur die halbe Wahrheit. „Staudinger verzichtet bewusst darauf, die Verschuldung der ausgelagerten Unternehmen zu erwähnen, die für Hard damit einen Schuldenstand von 50,67 Millionen Euro ergeben“, erklären sie. Es komme einer „Kindesweglegung“ gleich, wenn Staudinger „nicht einmal mehr die ausgelagerten Betriebe der Marktgemeinde Hard in die Finanzberechnungen miteinbezieht.“ Unterm Strich zeichne der Bürgermeister bewusst ein verfälschtes Bild über die finanzielle Situation der Gemeinde, so die beiden Oppositionspolitiker.
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