Trotz Einnahmen-Plus

Gemeinde Lech schließt 2025 mit Millionen-Loch ab

Vorarlberg
09.09.2026 09:09
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Höhere Ausgaben belasten den Haushalt der Arlberg-Gemeinde. Trotz Rekordeinnahmen im Tourismus schließt das Jahr 2025 mit einem negativen Nettoergebnis von über einer Million Euro.

Der Rechnungsabschluss der Gemeinde Lech für das Jahr 2025 zeigt unterm Strich rote Zahlen. Die Gesamtausgaben stiegen auf rund 33,3 Millionen Euro und lagen damit um etwa 2,4 Millionen Euro über dem ursprünglichen Budgetansatz. Unterm Strich steht ein negatives Nettoergebnis von rund 1,1 Millionen Euro. Die Zahlen spiegeln den anhaltend hohen Finanzbedarf des Nobelskiorts wider – nicht zuletzt durch kostspielige Großprojekte der jüngsten Vergangenheit. Zur Erinnerung: Das neue Gemeindezentrum schlug am Ende mit satten 54 Millionen Euro zu Buche – ursprünglich veranschlagt waren lediglich 40 Millionen Euro. 

Hohe Abgaben an Tourismus GmbH und ans Land
Im vergangenen Jahr trieben auch die laufenden Kosten das Minus weiter in die Höhe. So stiegen durch die Abschreibungen auf das Gemeindevermögen die Sachaufwendungen spürbar. Parallel dazu führten die erfreulich hohen Tourismuseinnahmen zu steigenden Transferzahlungen an die Lech-Zürs Tourismus GmbH. Eine weitere Dauerbelastung sind die Pflichtabgaben an das Land Vorarlberg für den Sozialfonds, den Landesgesundheitsfonds und die Landesumlage, die im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf insgesamt rund drei Millionen Euro kletterten.

Die positive Entwicklung auf der Einnahmenseite – dank starker Tourismusabgaben und höherer Kommunalsteuern beliefen sich die Erträge auf 31,9 Millionen Euro (3,1 Millionen Euro mehr als geplant) – konnte die gestiegenen Gesamtkosten aber nicht vollständig ausgleichen.

Investitionen mit strengem Augenmaß prüfen
Immerhin: Durch die gewohnt vorsichtige Budgetierung fällt das Minus im Nettoergebnis um etwa eine Million Euro geringer aus als befürchtet. Bürgermeister Gerhard Lucian mahnt dennoch zu strikter Disziplin und kündigt an, dass künftige Investitionen nach den kostenintensiven Jahren nur noch mit strengem Augenmaß geplant werden können. Ab 2026 rechnet die Gemeindeführung durch die greifenden Konsolidierungsmaßnahmen wieder mit einer schrittweisen Stabilisierung des Haushalts.

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