Flughafen bringt Strom

„Grünes“ Rechenzentrum auf der grünen Wiese

Niederösterreich
02.10.2026 09:15

Spatenstich für das neues Greencore Data Center am Ortsrand von Kottingbrunn, Bezirk Baden, in Niederösterreich: Rechenleistung soll hier künftig mit Sonnenstrom vom benachbarten Flughafen betrieben werden. 

In Kottingbrunn – unmittelbar neben dem Flughafen Bad Vöslau/Kottingbrunn – entsteht gerade ein neues Rechenzentrum mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Am 28. September erfolgte bereits der Spatenstich für das Greencore Data Center, das ab Oktober 2027 auf 4200 m² Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit sicherer IT-Infrastruktur versorgen soll.

Überschüssiger PV-Strom vom angrenzenden Flughafen Bad Vöslau/Kottingbrunn wird in das neue ...
Überschüssiger PV-Strom vom angrenzenden Flughafen Bad Vöslau/Kottingbrunn wird in das neue Rechenzentrum gespeist.(Bild: Doris Seebacher)
Mit Oktober 2027 soll das neue Rechenzentrum bereits in Betrieb gehen.
Mit Oktober 2027 soll das neue Rechenzentrum bereits in Betrieb gehen.(Bild: Doris Seebacher)
Günther Ofner, Vorstand Flughafen Wien AG, Carmen Jeitler-Cincelli, Bürgermeisterin von Baden, ...
Günther Ofner, Vorstand Flughafen Wien AG, Carmen Jeitler-Cincelli, Bürgermeisterin von Baden, Ralf Siefen, CEO Data Center Group, Peter Szirtes, Vizebürgermeister von Kottingbrunn und Roman Lederer, Gründer und Prokurist GREEENCORE Data Center(Bild: Doris Seebacher)

Beim Betrieb setzt Greencore auf erneuerbare Energie: Der Strom soll unter anderem aus überschüssiger Photovoltaik-Energie des benachbarten Flughafens stammen. Damit wird Solarstrom, der vor Ort nicht benötigt wird, direkt für das Rechenzentrum genutzt. „Hier erzeugen wir immer wieder mehr PV-Strom, als wir selbst verbrauchen“, erklärt Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner diese Win-Win-Situation.

Abwärme soll ebenfalls weiterverwendet werden
Auch bei der Kühlung soll Energie gespart werden. Geplant sind effiziente Kühlsysteme sowie die Möglichkeit, die entstehende Abwärme künftig weiterzuverwenden. Für das Gebäude wird zudem eine LEED-Gold-Zertifizierung angestrebt, die unter anderem Energieeffizienz, Wasserverbrauch und nachhaltigen Materialeinsatz bewertet.

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Die Datenhaltung im Inland schafft rechtliche Klarheit und verringert Abhängigkeiten von ausländischen Infrastrukturstandorten.

Greencore-Prokurist Roman Lederer.

Der erste Bauabschnitt soll 2027 fertig sein, der vollständige Ausbau des Standorts ist bis 2030 vorgesehen. Das Projekt soll damit digitale Infrastruktur und ökologische Verantwortung miteinander verbinden.

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