


Feueralarm und Großeinsatz in der Nacht auf Freitag im Tiroler Oberland: In Obsteig (Bezirk Imst) gingen zwei Reihenhäuser und fünf Autos in Flammen auf. Acht Feuerwehren kämpften stundenlang gegen das Inferno an – fünf Florianis erlitten Verletzungen. Die Bewohner kamen bei Bekannten bzw. in einem Hotel unter. Die Ursache ist derzeit noch völlig unklar.
Zu dem verheerenden Brand kam es im „Seepark Obsteig“ – einer Siedlung unterhalb der Kirche. Gegen 23.30 Uhr wurde der Großeinsatz via Leitstelle Tirol in die Wege geleitet. Nicht weniger als acht Feuerwehren – Obsteig, Mieming, Mötz, Silz, Rietz, Telfs, Nassereith und Imst – rückten an.
Alle Bewohner in Sicherheit
„Bei unserem Eintreffen standen zwei Reihenhäuser und fünf Autos bereits in Vollbrand“, schildert Obsteigs Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Christian Weiss im „Krone“-Gespräch. Zuerst hätten sich die Einsatzkräfte versichert, dass sich keine Personen mehr in den Gebäuden befinden. „Alle Bewohner hatten sich zum Glück bereits in Sicherheit bringen können.“
Die Bewohner kamen dann bei Verwandten, Bekannten und in einem Hotel in der Nähe unter.
Einsatzleiter Christian Weiss
Die Bewohner blieben allesamt unverletzt – sie wurden von der Rettung und einem Kriseninterventionsteam betreut. „Sie kamen dann bei Verwandten, Bekannten und in einem Hotel in der Nähe unter“, so Weiss weiter.
Weitere Ausbreitung verhindert
Für die Dutzenden Feuerwehrleute hieß es hingen, das Flammeninferno zu bekämpfen. „In erster Linie konzentrierten wir uns darauf, ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude zu verhindern“, schildert der Einsatzleiter. Dies sei – auch dank der Drehleitern aus Telfs und Silz – gelungen.



PV-Anlage erschwerte Dachöffnung
Der Einsatz dauerte mehrere Stunden an. Unter anderem musste das Dach geöffnet werden. Dort montierte PV-Anlagen hätten den Einsatz erschwert – diese mussten teilweise zuvor entfernt werden. Erst gegen 5 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden. Danach folgte noch eine Brandwache.
Fünf Feuerwehrleute leicht verletzt
Laut Weiss wurden bei dem Großeinsatz insgesamt fünf Feuerwehrleute leicht verletzt. Zwei hätten Verbrennungen an den Händen erlitten – drei mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Spital nach Zams gebracht werden. Alle hätten das Krankenhaus aber inzwischen wieder verlassen können und seien wohlauf.
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