Von Faktencheck-Portal
Ägypten: Komplettes Redaktionsteam verhaftet
In Ägypten sind sechs Journalisten der Faktencheck-Plattform Matsadaash festgenommen worden. Damit werde nun das gesamte Redaktionsteam festgehalten, teilte das Medium am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite mit. Bisher lägen keine Angaben über den Ort der Haft oder deren Gründe vor, hieß es.
Die Ägyptische Initiative für Menschenrechte (EIPR) bestätigte die Festnahmen und verurteilte die Repressionen gegen die Medienschaffenden. Ihren Angaben zufolge wurden vier der Journalisten in ihren Wohnungen festgenommen, während zwei weitere auf einer Straße in der Hauptstadt Kairo aufgegriffen wurden.
Die Plattform Matsadaash ist seit 2018 auf die Überprüfung von Informationen spezialisiert. Immer wieder stellt sie auch Aussagen von Behörden und Regierungsorganisationen infrage. Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählt etwa ein Faktencheck zu Aussagen des ägyptischen Außenministers Badr Abdelatty zur Zahl der Geflüchteten im Land.
Den ägyptischen Behörden werden regelmäßig Menschenrechtsverletzungen und Einschränkungen der Meinungsfreiheit vorgeworfen. Nach Angaben des EIPR beträgt die Gesamtzahl der in Ägypten aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit inhaftierten Journalistinnen und Journalisten mittlerweile 26.

Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.