Die Fußballerinnen der Wiener Austria haben Lunte gerochen – nach der ausgebliebenen Belohnung beim 0:1 gegen Chelsea in der Vorwoche soll es bei der Heimpremiere in der Champions League am Donnerstag (18.45 Uhr) gegen Inter Mailand auch Punktezuwachs geben! „Inter ist technisch sehr gut, das wird ein ganz anderes Spiel werden“, sagte Austria-Führungsspielerin Verena Hanshaw und ergänzte selbstbewusst: „Mit unserer Körperlichkeit können wir sie knacken.“
Vor der erwarteten neuen Rekordkulisse – 3000 Tickets waren Mittwochnachmittag verkauft – sind die „Veilchen“ zwar neuerlich in der Außenseiterrolle. Ein derartig großes Kaliber wie im Männer-Fußball sind die weiblichen „Nerazzurri“ aber nicht. Auch der Marktwert verortet Italiens Vizemeister mit 3,14 Millionen Euro gegenüber den 11,2 Millionen Euro von Chelsea eher in Reichweite von Österreichs Double-Sieger (845.000 Euro). Allerdings setzte sich Inter, das sein Auftaktspiel gegen den schwedischen Klub Häcken 1:0 gewann, in der Quali gegen das deutsche Topteam VfL Wolfsburg durch.
Stefan Kenesei sprach über das neue Selbstverständnis seines Teams: „Wir wussten vor dem Chelsea-Spiel ehrlicherweise nicht genau, ob das Spiel gegen den Ball mit dieser Intensität auch auf diesem Level funktioniert. Das Spiel hat uns gezeigt, dass es funktioniert, weil wir als Team zusammengestanden sind und unsere 100 Prozent erreicht haben“, rekapitulierte der Austria-Erfolgstrainer den engagierten London-Auftritt. „Diese Intensität wird es auch morgen brauchen. Die Italienerinnen haben es nicht so gern, wenn man ihnen ‘zuwesteigt‘.“
Zuschauerrekord wird fallen
Im Franz-Horr-Stadion soll auch das Publikum ein Faktor werden – auf bis zu 4000 Fans hofft der Klub. Der Rekord von 3004 Zuschauerinnen und Zuschauern aus der Champions-League-Quali gegen FC Paris (September 2025) wird auf alle Fälle übertroffen. „Wir lieben es vor unseren Fans zu spielen“, sagte Hanshaw, die von Sommer 2024 bis Jänner 2025 für Inters Liga-Rivalen AS Roma gespielt hatte.
Auch Hanshaw will im Heimspiel wieder einen engagierten Auftritt hinlegen, das Selbstvertrauen im Team stimme: „Dass man sich nach einem Spiel gegen Chelsea ärgert, spricht für uns“, meinte die langjährige ÖFB-Teamspielerin vor der nächsten Highlight-Partie. „Wir müssen mit derselben Einstellung, demselben Willen und demselben Mut in das Spiel reingehen und uns dafür dann auch belohnen.“
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