Nicolas Seiwald ist bei allen Veränderungen, die derzeit stattfinden, so etwas wie die Konstante im österreichischen Fußball-Nationalteam. Der Mittelfeldmann stand abgesehen von dessen Teamchef-Premiere im Juni 2022 in Kroatien (3:0) in allen Pflichtspielen unter Ralf Rangnick in der Startformation. Seine Rolle hat sich durch den jüngsten Umbruch verändert. „Ich gehöre jetzt fast schon zu den Älteren“, sagte der 25-Jährige vor dem Nations-League-Gastspiel in Irland.
Die neuen Mitspieler hätten sich sehr gut eingefügt, betonte Seiwald. „Die Energie in der Gruppe ist richtig gut.“ Er versuche auch, den jüngeren Akteuren im Kader den einen oder anderen kleinen Tipp zu geben. „Es ist natürlich eine etwas andere Rolle, aber da versuche ich reinzuwachsen“, erklärte der Salzburger. „Ich versuche, mehr Verantwortung zu übernehmen und wie immer mit Leistung voranzugehen. Leistung zu zeigen ist das Wichtigste.“
53 Länderspiele hat Seiwald bereits absolviert, fünf Akteure haben in den laufenden Nations-League-Spielen dagegen bisher ihre Debüts gegeben. Olympique-Lyon-Verteidiger Felix Bacher könnte am Donnerstag (20.45 Uhr) in Dublin der sechste sein. „Es ist sehr schön zu sehen, dass neue Spieler nachkommen, dass die gleich performen, und dass wir wirklich an Breite gewonnen haben im Kader“, meinte Seiwald. Dadurch könne man auch die verletzungsbedingten Ausfälle kompensieren. „Die Qualität ist da.“
ÖFB-Team will Favoritenrolle „annehmen“
Seiwald dürfte mit seinem früheren RB-Leipzig-Kollegen Xaver Schlager auch in Irland eine Mittelfeld-Achse bilden. „Die Iren werden sehr körperbetont spielen, sehr schnell nach vorne, und einfache Lösungen suchen mit langen Bällen“, meinte Seiwald. Es sei nicht so, dass die Iren „nicht kicken können. Aber ihre Stärken liegen eher im Zweikampf.“ Und dort insbesondere im Luftzweikampf. „Das müssen wir annehmen.“
Gleiches gilt für die Favoritenrolle. „Es ist schon irgendwo unser Anspruch. Wir haben uns über die Zeit dorthin bewegt, dass wir als Favorit ins Spiel gehen“, sagte der frühere Salzburg-Profi. Österreich liegt als Nummer 23 in der FIFA-Weltrangliste 32 Positionen vor den Iren. „Wir wollen die drei Punkte mitnehmen, das ist das klare Ziel“, versicherte Seiwald. „Wir brauchen 100 Prozent und müssen vor allem in den Zweikämpfen wirklich bereit sein. Wir müssen unser Spiel durchziehen, dann bin ich zuversichtlich.“
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