Heim-5:4 der Haie

Die „Qual“ wurde doch noch mit einem Sieg belohnt

Schön anzuschauen war´s wahrlich nicht – und trotzdem: Die Innsbrucker Haie und deren Fans durften am Mittwoch Abend ein knappes 5:4 gegen die Vorarlberg Pioneers bejubeln. Mit dem zweiten Heimsieg in der noch jungen ICE-Eishockey-Saison näherte man sich auch wieder den Top-6 an.

Das fünfte Heimspiel in zwölf Tagen (das sechste insgesamt) zeigte Wirkung. Nicht die allerbeste: In der TIWAG-Arena blieben viele Sitze leer (1600 Zuschauer), die Haie am Eis agierten –  höflich formuliert – bescheiden. Selbst nach dem schnellen 1:0 durch Joel Messer im Powerplay (nach Traumpass von Benker). 

Brachte die Haie nach 117 Sekunden in Front: Joel Messner.
Brachte die Haie nach 117 Sekunden in Front: Joel Messner.(Bild: GEPA)

Doch der Auftakt zu einer Heim-Show war dies nicht. Im Gegenteil.  Innsbruck und die Pioneers aus Feldkirch leisteten sich zu viele technische Fehler, hatten kaum Zug zum gegnerischen Tor, Geschiebe in der neutralen Zone wurde serviert. Viele Fans mutmaßten: „Die Haie passen sich aber schnell dem schwachen Niveau der Gäste an . . .“ So fiel das 2:0 der vierten Linie in Person von Thomas Mader fast aus heiterem Himmel. Das 1:2 durch den Finnen Kallionkieli war nicht minder überraschend – ihm wurde zu viel Zeit und Raum zum Schuss geboten. Dazu gesellte sich auch noch Pech bei Keeper Jakob Brandner bei dessen Saison-Premiere (für den erkrankten Sam Harvey), welches Prodinger zum Ausgleich Anfang zweites Drittel nützte.

Gab gestern seinen Saison-Einstand: Jakob Brandner
Gab gestern seinen Saison-Einstand: Jakob Brandner(Bild: Georgios Papaconstantis)

Wer hoffte, dass die Haie nun einen Gang höher schalten würden, wurde enttäuscht. Zwar brachte Brett Davis nach einer Einzelaktion (Kopie seines Treffers gegen Bozen) sein Team erneut in Führung – aber es blieb alles biederes Stückwerk. 

Und die Truppe von Ryan Kinasewich quälte sich weiter – weil die Vorarlberger sieben Sekunden nach der zweiten Drittelpause erneut zuschlugen. Dass es trotz aller Widrigkeiten doch noch ein Tiroler Happyend gab, lag zum einen an den Volleykünsten von Routinier Lukas Bär: Der 29-Jährige nahm einen Pass von Witting schlecht mit, doch aus der Luft (Kniehöhe) traf er zum 4:3. Zum anderen an Kevin Macierzynski, der einen Schuss von Philipp Lindner von der blauen Linie unhaltbar abfälschte.

HC Innsbruck – Vorarlberg Pioneers 5:4  (2:1, 1:1, 2:2). Tore: Messner (2./PP), Mader (12.), Davis (30.), Bär (44.), Macierzynski (55./PP); Kallionkieli (15.), Prodinger (23.), Serdachny (41.), Seppäla (59.).

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