Cristiano Ronaldo hat das Trainingslager der portugiesischen Nationalmannschaft verlassen. Der 41-Jährige traf die Entscheidung nach einem Krisengespräch mit Verbandspräsident Pedro Proença. Zuvor war ein Treffen zwischen Ronaldo, Teamchef Jorge Jesus und Proença angesetzt worden.
Ronaldo hatte beim Sieg gegen Norwegen am Sonntag keine Minute gespielt und am Montag sowie Dienstag nicht mit seinen Teamkollegen trainiert. Eine Verletzung oder körperliche Probleme hatte der portugiesische Verband nicht gemeldet.
Am Mittwochabend erklärte Ronaldo auf Instagram: „Nach der Pressekonferenz der Nationalmannschaft und nach einem Gespräch mit dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbandes habe ich beschlossen, das Trainingscamp der Nationalmannschaft zu verlassen.“
„Werde allen die Wahrheit sagen“
Und weiter: „Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe sagen, die mich dazu bewogen haben, die Nationalmannschaft zu verlassen, für die ich mich immer mit vollem Einsatz engagiert habe.“
Zum Abschluss schrieb er: „Jetzt ist es an der Zeit, Portugal und allen meinen Teamkollegen ohne Ausnahme viel Glück zu wünschen.“
Wie Quellen gegenüber „The Athletic“ erklärten, flog Ronaldos Privatjet am Mittwoch nach Kopenhagen, wo sich Portugal vor dem Nations-League-Spiel gegen Dänemark befindet, um den Kapitän abzuholen.
Jesus: „Es gibt hier kein Problem“
Dass Ronaldo gegen Norwegen 90 Minuten auf der Bank blieb, war erst das dritte Mal in seiner Nationalteam-Karriere. Zuvor war das nur bei der EM 2008 sowie in einem Test gegen Kroatien vor der EM 2024 passiert. Nach der Partie hatte Jesus erklärt, es sei „nicht der richtige Moment für Cris gewesen, eingewechselt zu werden“. Quellen zufolge war Ronaldo darüber verärgert, gar nicht zum Einsatz gekommen zu sein.
Am Mittwoch sagte Jesus: „Es stimmt, wir hatten eine Vereinbarung. Ich habe Cris gesagt, dass er gegen Norwegen oder Dänemark nicht spielen würde. Ich habe ein Jahr mit ihm gearbeitet. Ich kenne seine körperlichen Fähigkeiten ganz genau und weiß, weil ich das bereits in Saudi-Arabien gemacht habe, dass Cris bei Spielen alle drei Tage nur selten beide Partien gespielt hat.“
Der Teamchef betonte außerdem: „Ich habe ein Jahr mit Cris gearbeitet. Es gibt hier kein Problem. Ich hatte mit vielen Spielern Probleme, aber hier gibt es keines. Für Bruno (Fernandes) gab es genau denselben Plan. Ein Trainer muss entscheiden, was das Beste für die Mannschaft ist.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.