„Starship“-Testpanne

Triebwerksausfall könnte Mondmissionen verzögern

Wissen
30.09.2026 11:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Triebwerksausfall beim 14. unbemannten Testflug der SpaceX-Rakete „Starship“ am Montag könnte jetzt den Zeitplan der US-Raumfahrtbehörde NASA für künftige Mondmissionen gefährden.

Zwar erreichte das Raumschiff bei dem Start im US-Bundesstaat Texas am Montag die Erdumlaufbahn und setzte erstmals kommerzielle Satelliten aus, die Mission musste jedoch wegen des Defekts um mehrere Stunden verkürzt werden.

„Starship“ stürzte kontrolliert in Pazifik
Nach der Trennung von der unteren Raketenstufe hatte sich eines der drei Haupttriebwerke vom Typ Raptor unerwartet abgeschaltet. Daraufhin stürzte das „Starship“ in einem Flammenball nördlich der Insel Hawaii kontrolliert in den Pazifik.

Ein Triebwerksausfall beim 14. unbemannten Testflug (Bild) des „Starship“ von SpaceX könnte ...
Ein Triebwerksausfall beim 14. unbemannten Testflug (Bild) des „Starship“ von SpaceX könnte jetzt den Zeitplan der US-Raumfahrtbehörde NASA für künftige Mondmissionen gefährden.(Bild: kameraOne (Screenshot))

Wie stark der Vorfall die Entwicklung zurückwirft, hängt Experten zufolge von der Fehlerursache ab. Es müsse geklärt werden, ob es sich um das einmalige Versagen eines Einzelteils oder um ein grundlegendes Konstruktionsproblem handele, sagte der Raumfahrt-Ingenieur Dean Sladen vom Unternehmen Accu Components.

„Der eigentliche Druck ist der Mond. Die NASA braucht „Starship“ für Artemis III.“ Diese Testmission in der Erdumlaufbahn ist für Sommer 2027 geplant, bevor 2028 –  erstmals seit 1972 –  wieder Menschen auf dem Mond landen sollen.

Bezos‘ Blue Origin als Konkurrent
Das von Elon Musk gegründete und seit Kurzem börsennotierte Unternehmen konkurriert bei der Entwicklung einer Mondlandefähre mit Blue Origin von Jeff Bezos. Die NASA will dem Anbieter den Vorzug geben, der als Erster einsatzbereit ist.

Damit soll sichergestellt werden, dass die USA noch vor China, das eine bemannte Landung auf dem Erdtrabanten für 2030 anstrebt, auf den Mond zurückkehren. Die komplexen Raptor-Triebwerke von SpaceX hatten bereits bei früheren Flügen Probleme bereitet. So zündete bei dem zwölften Testflug im Mai ein Triebwerk nicht wie geplant.

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