Russischer Luftangriff

Akademie der Wissenschaften in Kiew zerstört

Außenpolitik
28.09.2026 18:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein russischer Luftangriff hat das historische Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Kiew in Flammen gesetzt. Laut ukrainischen Angaben kam ein Mensch ums Leben, fünf weitere Personen wurden verletzt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte ein Video, das massives Feuer und schwere Schäden in und um das Gebäude zeigt. Im Gebäude laufe eine Suchaktion, sagte er. Menschen in oberen Stockwerken flüchteten vor den Flammen auf die Fenstersimse und warteten darauf, von der Feuerwehr gerettet zu werden.

In Kiew wurde eine Serie russischer Angriffe verzeichnet. Dabei wurde unter anderem auch ein Krankenhaus getroffen. Zuvor beherbergte das Gebäude eine Filiale des Telekommunikationsunternehmens Ukrtelecom. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte Angriffe unter anderem auf Datenzentren in Kiew. Diese hätten die ukrainische Armee mit Mobilfunk und Internet versorgt, hieß es zur Begründung.

Hier sehen Sie Aufnahmen, die der ukrainische Präsident teilte:

Die ukrainische Seite meldete außerdem Attacken in der Millionenstadt Charkiw im Osten des Landes, im Raum Dnipro und in der Region Kiew. Demnach traf das russische Militär unter anderem Telekommunikationsinfrastruktur, Tankstellen, ein Schiff, ein Logistikzentrum und Wohnhäuser. Das Schiff habe Güter für die ukrainischen Streitkräfte transportiert, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Ukraine vermeldet Geländegewinne
Die ukrainische Armee hat unterdessen bekannt gegeben, Geländegewinne erzielt zu haben. Brigadegeneral Andrij Biletskyj sagte am Montag, dass seine Truppe ein Gebiet von 51 Quadratkilometern zurückerobert habe. Ziel sei es, den russischen Angriff auf wichtige ukrainische Stützgebiete im Osten des Landes zu erschweren. Insgesamt habe man 176 Quadratkilometer zurückgewonnen. Auch die Angriffe auf russisches Gebiet wurden laut Selenskyj fortgesetzt. Ziel seien Ölanlagen und Rüstungsfabriken gewesen, sagte er. Die Frontlinien sind schon länger festgefahren.

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