In der schwarzen Hochburg Hainburg beschloss der Gemeinderat einstimmig, den Notarztstützpunkt so lange zu erhalten, bis es eine adäquate Ersatzversorgung gibt. Die Pläne des NÖ Gesundheitsplans seien dafür zu wenig. Eintreffzeiten des Notarztes spielen darin eine gewichtige Rolle. Der könne nicht immer ersetzt werden. . .
D ie ÖVP hält am Gesundheitspakt 2040+ und den Plänen zur Schließung von elf der 32 Notarztstützpunkte im Landtag fest – die „Krone“ berichtete. In den Regionen wird jedoch der politische Druck immer größer. Jetzt fiel auch die tiefschwarze Festung Hainburg im Bezirk Bruck an der Leitha. Dort hält die ÖVP 17 von 29 Mandaten, 7 entfallen auf die SPÖ, drei auf die FPÖ und zwei auf die NEOS.
Resolution einstimmig
In der mehr als 7000 Einwohner großen Stadtgemeinde wurde nun eine Resolution verabschiedet, die nicht nur die Sicherstellung der notärztlichen Infrastruktur bis zur vollständigen Umsetzung aller im Gesundheitsplan 2040+ vorgesehenen flankierenden Maßnahmen fordert: „Darüber hinaus sind sämtliche notwendige Maßnahmen – insbesondere der Ausbau ergänzender Versorgungsangebote sowie die Bereitstellung ausreichender Ressourcen im Rettungswesen – vollständig umzusetzen“, heißt es in der einstimmig beschlossenen Willenserklärung der Stadt an die zuständigen Landesstellen.
Erfolg nach vielen Gesprächen
Die SPÖ ortet darin „nach Wochen voller Gespräche, Vernetzung und Einsatz für den Erhalt des Notarztstützpunktes in Hainburg“ einen großen Erfolg, da die Partei mit der FPÖ den Antrag eingebracht hatte.
„Im Ernstfall zählt jede Minute. Hochqualifizierte Notfallsanitäter, Telemedizin und moderne Rettungskonzepte sind wichtige Bestandteile der Versorgung, sie können einen Notarzt aber nicht in jeder Situation ersetzen“, betont SPÖ-Stadträtin Alexandra Palenik. Und SPÖ-Bezirksvorsitzende Silvia Kumpan-Takacs ergänzt: „Wir fordern eine garantierte, schnelle Notarztversorgung vor Ort. Bei der Akutversorgung darf es absolut keine Abstriche geben!“
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