Die Landtagssitzung am Donnerstag zeigte es deutlich: Das Verhältnis zwischen ÖVP und SPÖ ist vor allem bei der Umsetzung des Gesundheitsplans 2040+ komplett zerrüttet. Auf den Streit um die Zukunft der Notarzt-Stützpunkte folgte gleich die nächste ÖVP-Attacke auf den SPÖ-Landesparteivorsitzenden.
ÖVP und SPÖ kommen in der Gesundheitspolitik derzeit auf keinen gemeinsamen Kurs. Nach dem Streit um die Notarztversorgung ritt die ÖVP im Landtag gleich die nächste Attacke gegen SPÖ-Chef Sven Hergovich. Diesmal ging es um die zukünftige Entwicklung und Ausstattung des Landesklinikums in Waidhofen an der Ybbs.
Unterschiedlich abgestimmt?
Beim Beschluss über Investitionen für Akutgeriatrie und Augenambulanz im Spital in Waidhofen an der Ybbs habe der „SPÖ-Landtagsklub die Fehlentscheidung Hergovichs korrigiert und zugestimmt“, meldete ÖVP-Geschäftsführer Matthias Zauner. In der Landesregierung habe der SPÖ-Landesrat zuvor nämlich dagegen gestimmt. Zauner: „Inhaltlich scheint der SPÖ-Klub die Geisterfahrt des Parteivorsitzenden nicht mehr mitzutragen.“
Gegen Betten-Reduzierung
Den Sachverhalt zurecht rückte wenig später SPÖ-Gesundheitssprecher Rainer Spenger: „Die Behauptung des Abgeordneten Zauner ist schlicht falsch.“ Die SPÖ habe die Errichtung einer Akutgeriatrie in Waidhofen an der Ybbs bereits im August in der Landesregierung unterstützt. Diese Woche sei es im Regierungsbeschluss aber nicht nur um die neue Abteilung, sondern auch um die Reduzierung der Betten in der Internen Abteilung des Krankenhauses gegangen: „Dem können wir nicht zustimmen.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.