Traumsommer

Bäder hatten um bis zu 40 Prozent mehr Besucher

Vorarlberg
29.09.2026 07:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Strahlendes Wetter bescherte Vorarlberger Bäderbetreibern heuer außergewöhnliche Frequenzen und Umsätze. Selbst Hürden wie der niedrige Bodenseepegel konnten die Erfolgsbilanz zwischen Walgaubad und dem Bodenseeufer nicht trüben.

Am vergangenen Sonntag hat mit dem Walgaubad in Nenzing auch das letzte Freibad seine Pforten für diesen Sommer geschlossen. Durch und durch zufrieden sind die Verantwortlichen um Oliver Tschabrun, Geschäftsführer der Walgauer Freizeit & Infrastruktur GmbH: Wie alle anderen Bäder blickt man auf eine „sensationelle Saison“ zurück.

Gelungener Auftakt im Mai
In Dornbirn zieht Herbert Kaufmann, Geschäftsführer der Dornbirner Sport- & Freizeitbetriebe, ebenfalls eine rundum positive Bilanz: „Gegenüber dem Vorjahr gab es ein Plus von satten 40 Prozent, was diesen Sommer zu einem außerordentlich guten Jahr macht“, berichtet er. Der Mai habe bereits für einen gelungenen Auftakt gesorgt, worauf ein hervorragender Juni folgte. Auch der August präsentierte sich wettertechnisch von seiner besten Seite, wenngleich die Besucherzahlen gegen Monatsende leicht nachließen. „Da war offenbar bereits eine gewisse Sättigung eingetreten“, vermutet der Dornbirner Bäderchef.

Kaufmann betont den Seltenheitswert dieser Saison, da man gewöhnlich schon von einem durchschnittlichen Jahr spreche, wenn nur einer der drei Hauptmonate (Juni, Juli oder August) gut funktioniere. Dank gleich drei Monaten mit überwiegend Sonnenschein seien Frequenz und Umsatz entsprechend hoch ausgefallen.

Der historisch niedrige Bodenseepegel wurde in der Mili und am Steg des Bregenzer Strandbads zur ...
Der historisch niedrige Bodenseepegel wurde in der Mili und am Steg des Bregenzer Strandbads zur Herausforderung.(Bild: Hanno Thurnher)

Auch am Bodensee hat man eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen. Alexander Fritz, Betriebsleiter des Seebads, des Strandbads und der Mili berichtet vom drittbesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Zwar bleibe der legendäre Jahrhundert-Sommer 2003 wohl unerreicht, „aber wer mit diesem Sommer nicht zufrieden ist, wird es nie werden“.

 Allein das Bregenzer Strandbad lockte diesen Sommer 188.000 Besucher an, was einen gewaltigen Sprung im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 116.000 Gästen darstellt. Ähnlich erfreulich verlief der Ansturm auf die Mili, die ihre Tore am 20. September schloss.

Als einzige echte Herausforderung erwies sich der historisch niedrige Wasserstand des Bodensees. Aufgrund des tiefen Pegels mussten sämtliche Sprungaktivitäten eingestellt werden. Zudem stellten die Ausstiegsmöglichkeiten an den Stegen eine Hürde dar. „Glücklicherweise hatten wir die Treppen im Zuge der jüngsten Sanierung mit verlängerten Leitern ausgestattet, sodass die Badegäste das kühle Nass trotz des niedrigen Pegels problemlos wieder verlassen konnten.“

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