Für die Dornbirner LeoLu GmbH stehen die Zeichen auf Neuanfang oder Aus – zumindest finanziell. Am Landesgericht Feldkirch wurde ein Konkursverfahren über das Vermögen der Immobilienfirma eröffnet. Wie der Gläubigerschutzverband KSV1870 mitteilt, belaufen sich die Verbindlichkeiten des Unternehmens auf rund 1,65 Millionen Euro.
Das Unternehmen, das sich auf den Erwerb und die Verwaltung von Immobilien spezialisiert hat und derzeit keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt, geriet durch einen Fremdantrag ins Straucheln. Eine Gläubigerin hat das Verfahren ins Rollen gebracht. Insgesamt hält sich die Zahl der Betroffenen zwar in Grenzen – es geht lediglich um zwei Gläubiger -, doch die Summe von 1,6 Millionen Euro hat es in sich. Die gute Nachricht: Die Forderungen sind zum Großteil grundbücherlich abgesichert.
Finanzielle Turbulenzen im Umfeld
Die Schieflage des Unternehmens kommt allerdings nicht komplett überraschend. Das Verfahren fügt sich in eine ganze Reihe finanzieller Turbulenzen im direkten Umfeld der Firma ein. Sowohl über die Gesellschafterin, die Leopold Immobilien GmbH, als auch über das Privatvermögen des Geschäftsführers wurden bereits Insolvenzverfahren eingeleitet.
Wie es für die Gesellschaft sowie die Leopold Immobilien GmbH weitergeht, steht vorerst in den Sternen. Der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Alexander Wittwer, muss nun rasch entscheiden, ob eine Fortführung des Unternehmens überhaupt realistisch ist. Sämtliche Angaben müssen in den kommenden Wochen im Detail geprüft werden.
Für Gläubiger läuft ab sofort die Uhr: Bis zum 9. November 2026 können offene Forderungen angemeldet werden. Die erste Prüfungstagsatzung am Landesgericht Feldkirch ist für den 23. November 2026 angesetzt.
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