Der Wasserstand des Bodensees hat einen historischen Tiefstand erreicht. Bei Bregenz fiel der Pegel auf 296 Zentimeter – das sind 14 Zentimeter weniger als der bislang niedrigste am letzten Julitag gemessene Wert. Sinkt der Wasserstand weiter, ist die Linienschifffahrt bedroht.
Das große Zittern hat begonnen: Zwar betonte Alexandro Rupp, Geschäftsführer der „Vorarlberg Lines“, gegenüber dem ORF, dass derzeit noch alle Schiffe auslaufen können – sollte der Pegel allerdings weiter sinken, werde es auch in Bregenz zu Schwierigkeiten für die Kursschiffe kommen. Der Hafen in Bregenz gilt eigentlich als gut geschützt, da keine Sedimente, etwa aus dem Rhein, eindringen können und er somit lange befahrbar bleibt. Der aktuelle Wasserstand entspricht jedoch einem Niveau, das normalerweise nur im Winter bei Niedrigwasser erreicht wird.
Die kritische Marke liegt bei 2,85 Metern – fällt der Pegel darunter, müssen die Linienschiffe im Hafen bleiben. Bereits am Limit ist die Anlegestelle in Langenargen (D), in den kommenden Tagen könnte diese aufgrund des zu niedrigen Wasserstandes gesperrt werden.
Wichtigster Monat steht bevor
Für die „Vorarlberg Lines“ wäre eine Zwangspause sehr bitter: Bisher verlief der Sommer exzellent, die Passagierzahlen sind mehr als nur zufriedenstellend. Allerdings gilt der August traditionell als der wichtigste Monat, insofern hätte eine Hafensperre katastrophale Folgen. Und so befinden sich Rupp und seine Kollegen in einer absurden Situation: Normalerweise auf schönes Wetter hoffend, würden sie sich aktuell nichts mehr als satte Regenfälle wünschen.
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