In einem Einfamilienhaus in Hallein stand ausgerechnet ein alltäglicher Helfer plötzlich in Flammen. Der Bewohner versuchte den Brand seines Geräts im eigenen Bad selbst zu löschen. Doch erst die Feuerwehr konnte das „Brand aus“ geben. Zu Recht bleibt die Frage: Wie konnte das passieren?
Von einer gemeinsamen Übung direkt zum Ernstfall ging es am Mittwochabend für die Freiwillige Feuerwehr Hallein. In einem Einfamilienhaus hatte gegen 19.45 Uhr eine Waschmaschine Feuer gefangen, der Bewohner mittels Handfeuerlöscher versucht, zu bekämpfen.
Selbst Feuerwehr verwundert
„Bei der Alarmierung haben wir gerade einen Brandeinsatz geübt“, erzählt Halleins Ortsfeuerwehrkommandant Sebastian Wass. „Also haben wir zusammengepackt und waren innerhalb von drei, vier Minuten vor Ort.“ Der Einsatz selbst sei nicht besonders schwierig gewesen, eine Waschmaschine als Ursache aber sehr selten. „Die Chance dafür ist eigentlich recht gering.“
Selbst Kurzschluss führt nur selten zu einem Brand
Dem stimmt auch der Salzburger Elektriker Florian Lehmann zu: „Der starke Motor der Waschmaschine kann zwar überhitzen und einen Kurzschluss auslösen, aber selbst dann kann es schwer zu brennen anfangen“, verrät er der „Krone“. Am ehesten sei noch eine kaputte Trommel gefährlich: „Wenn diese unrund läuft, kann durch die extreme Reibung Hitze entstehen. Im schlimmsten Fall schmelzen dann Kunststoffteile und fangen Feuer.“
Giftstoffe bei Rauch entstanden
Was in Hallein die genaue Ursache für den Brand war, stand vorerst nicht fest. Die Polizei spricht hier lediglich von einem Versicherungsfall, die Feuerwehr vermutet einen nicht näher definierten technischen Defekt. Für den Bewohner, der sofort reagierte und die Flammen eindämmte, ging es mit der Rettung ins Krankenhaus – bei Vorfällen mit Rauch sei das aber eher Routinesache, so Wass: „Brandrauch enthält Giftstoffe, die nach zwei, drei Atemzügen schon zur Bewusstlosigkeit führen können.“ Dementsprechend sei absolute Vorsicht geboten.
Wegen der nahen Übung war die Feuerwehr gleich mit sieben Fahrzeugen und 37 Einsatzkräften vor Ort. Nach knapp einer Stunde war der Einsatz beendet.
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