Der Winter nähert sich und die Energiepreise steigen. Besonders betroffen von der Preissteigerung sind vor allem Heizöl, Pellets und Gas. Tiroler Gas- und Wärme-GmbH, kurz TIGAS, sieht aber die Grundversorgung in Tirol trotz internationaler Krisen gesichert. Anders als 2022 drohen keine Engpässe.
Die Energiepreise sind zuletzt stark gestiegen. Heizöl verteuert sich um 48 %, Pellets um 28 % und Gas um 12 %. „Die Unsicherheiten im Nahen Osten schlagen auch auf die Preise in Europa durch“, erklärt TIGAS-Geschäftsführer Georg Tollinger.
Es ist eine Preisdiskussion und keine Versorgungsdiskussion. Die österreichischen Gasspeicher sind zu 67 Prozent gefüllt.

Georg Tollinger, TIGAS-Geschäftsführer
Bild: Christof Birbaumer
Gas aus Norwegen, den Niederlanden und LNG
Russisches Gas spielt in Tirol kaum noch eine Rolle. Die TIGAS bezieht das Gas über das deutsche Netz, unter anderem kommt es aus Norwegen, den Niederlanden und über LNG-Lieferungen. LNG steht für Liquefied Natural Gas, also flüssiges Erdgas und kann leichter transportiert werden. 87 % des LNG stammen laut Tollinger derzeit aus den USA.
Trotz der angespannten Lage sieht Tollinger vor allem eine Preis- und keine Versorgungsdiskussion. Die österreichischen Gasspeicher sind zu 67 % gefüllt. „Während Deutschland seine Speicher jetzt unter hohem Preisdruck wieder auffüllen muss, kann Österreich auf seine Reserven zurückgreifen. Das sorgt für mehr Sicherheit und spart Kosten. Wer nicht frühzeitig vorgesorgt hat, wird jetzt ordentlich zur Kasse gebeten“, sagt Georg Tollinger.
Wer nicht frühzeitig vorgesorgt hat, wird jetzt ordentlich zur Kasse gebeten.

Georg Tollinger, TIGAS-Geschäftsführer
Bild: Christof Birbaumer
Fixkunden haben Planungssicherheit
Laut TIGAS-Geschäftsführer sind die rund 100.000 Haushalte und Gewerbekunden mit Fixpreisen von der Preissteigerung nicht betroffen. Seit 1. Juli sinkt sogar der Energiepreis um 13,2 % auf 5,2501 Cent/kWh brutto (4,3751 Cent/kWh netto).
Für einen Haushalt mit 15.000 kWh Jahresverbrauch bedeutet das rund 120 Euro Ersparnis pro Jahr. Auch wenn der Marktpreis steigt, schlägt sich das nicht sofort auf den Fixpreis durch, erklärt Tollinger. Flexible Tarife orientieren sich stärker an der Marktentwicklung. Der europäische Gaspreis liegt aktuell bei über 80 Euro je Megawattstunde.
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