Wissenschaft zum Angreifen: Das Science Garden Festival lädt aktuell wieder tausende Kinder und Jugendliche zum Tüfteln und Forschen an die FH Joanneum in Graz. Die Steiermark ist im MINT-Bereich bereits ein echter Vorreiter.
Alle Augen auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT. Unter diesem Motto steht das heurige Science Garden Festival, das noch bis Freitag an der FH Joanneum in Graz stattfindet und rund 5000 Kinder und Jugendliche zum Experimentieren, Forschen und Tüfteln einlädt.
Bei über 100 verschiedenen Stationen auf 5000 Quadratmetern wird Wissenschaft für Kindergartenkinder und Schüler greifbar. Egal, ob beim Blick ins Mikroskop oder dem Bau einer Kartoffelbatterie – die jungen Forscherinnen und Forscher sind vom Angebot hellauf begeistert.
Kinder frühzeitig für MINT-Bereiche begeistern
Ebenso euphorisch zeigen sich auch die Erwachsenen, allen voran Wissenschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP), Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ), IV-Präsident Kurt Maier und FH-Rektorin Corinna Engelhardt-Nowitzki. „Das Ziel des Festivals ist klar: Wir wollen die Neugier der Kinder wecken und junge Talente entdecken“, erklärt Maier.
Für Engelhardt-Nowitzki ist es wichtig, dass die Faszination in den technischen Bereichen schon früh geweckt wird: „Je früher wir mit diesen Dingen beginnen, desto besser ist es.“ Dem stimmt Ehrenhöfer zu und fügt an: „Wir müssen unseren Kindern frühzeitig ihre Talente zeigen und sie Leidenschaft entwickeln lassen. Das geht nur, wenn sie hören, sehen und machen können.“ Zudem betont Ehrenhöfer, wie wichtig der MINT-Sektor für die steirische Wirtschaft ist: „Es geht dabei nicht nur um die einzelnen Begriffe und was dahintersteht, es geht vielmehr um das Vermitteln von Chancen. Welche Chancen habe ich am Arbeitsmarkt für meine persönliche Zukunft? Und wie begeisternd kann das ganze Thema sein?“
Steiermark als Vorreiter
Die Steiermark ist im MINT-Sektor ein echter Vorreiter. Rund ein Drittel aller österreichischen Schulen und Kindergärten, die über das MINT-Gütesiegel verfügen, kommen aus der Grünen Mark – das sind rund 256 Bildungseinrichtungen. Sie haben die Bildung in den speziellen Bereichen – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – in ihren Einrichtungen verankert.
Darauf ist vor allem Bildungslandesrat Hermann stolz: „Wir sind das einzige Bundesland, das bereits einen eigenen MINT-Bildungscluster in Hartberg hat, wo Schulen, Kindergärten, elementarpädagogische Einrichtungen und Betriebe zusammenarbeiten. Dabei schaffen wir Räume, in denen sich Kinder entwickeln können und wecken so ihre Neugier in den konkreten Bereichen. Jedes Kind soll so die Chance bekommen, seine Fähigkeiten zu entdecken und diese auch bestmöglich entwickeln zu können. Nur dann kann die Steiermark erfolgreich sein, Arbeitsplätze schaffen und auch sichern.“
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