Ein krimineller 44-Jähriger mit 20 Vorstrafen muss sich demnächst im Salzburger Landesgericht wegen zweifachen Mordversuchs und Raubes den Geschworenen stellen. Mit 20 Euro ergriff er nach einem blutigen Streit die Flucht – jetzt sitzt er in U-Haft.
Die Staatsanwaltschaft reichte Anklage gegen einen arbeitslosen Salzburger mit enormer Kriminal-Erfahrung ein: Der 44-Jährige, der bereits 20 Vorstrafen gesammelt hat, soll versucht haben, zwei Männer mit einem Klappmesser zu töten. Zweifacher Mordversuch und Raub lauten die Vorwürfe in der Anfang August erhobenen Anklage.
Hintergrund war ein Streit am 13. Februar in einer Wohnung in Salzburg: Die beiden späteren Opfer, zwei 31-jährige Männer, wollten, dass der Angeklagte die Wohnräume verlässt. Das löste wohl die Wut in ihm aus. Er zückte ein Klappmesser und verlangte Geld sowie Suchtgift von den Kontrahenten: Dabei drohte er mit dem Tod.
Zwei Tage nach Bluttat verhaftet
Der Konflikt artete aus. Beide Opfer erlitten durch das Klappmesser lebensgefährliche Stichwunden im Bereich des Bauches. In weiterer Folge suchte der Angeklagte mit einer 20-Euro-Beute das Weite. Zwei Tage später konnten Ermittler den mutmaßlichen Angreifer ausforschen – er befindet sich nun in U-Haft.
Dabei hatte er erst Mitte Jänner – rund einen Monat vor der Bluttat – seine Gefängniszelle verlassen. Die Opfer werden von Weißer Ring-Anwalt Stefan Rieder vertreten.
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