Sport mitten im Wald

Alte Forstmeile wird zum modernen Fitnessparcours

Tirol
22.09.2026 16:59

18 Stationen mitten im Wald und fernab vom Trubel. Der neue barrierefreier Fitnessparcours bietet Bewegung und Neuroathletik.

Feierlich wurde am Dienstag der neue Fitnessparcours im Naherholungsgebiet „Herrenwasserl“ in Steinach am Brenner eröffnet. Die Idee dafür ist allerdings nicht neu: Schon in den 1970er- und 1980er-Jahren gab es auf dem Gelände hölzerne Bewegungsstationen. „Nachdem die Holzstationen seit den 2000er-Jahren nicht mehr vorhanden waren, haben wir das Thema wieder aufgegriffen und die ehemalige „Forstmeile“ mit 18 neuen Stationen aktiviert“, erklärt der Bürgermeister Florian Riedl. Dieses Mal soll der Parcours jedoch für alle nutzbar sein.

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Für den Fitnessparcours waren drei Aspekte wichtig: Barrierefreiheit, Fitnessstationen und erstmals Neuroathletik.

Florian Riedl, Bürgermeister von Steinach am Brenner

Barrierefreier Parcours führt den Berg hinauf
Damit der Fitnessparcours möglichst vielen Menschen offensteht, wurde der 1,5 Kilometer lange Weg zu den Stationen, ohne große Eingriffe in das Naturgebiet, neu errichtet. Mit rund sechs bis zehn Prozent Gefälle beziehungsweise Steigung soll der Weg möglichst gut begeh- und auch mit dem Rollstuhl befahrbar sein. Zehn der 18 Stationen sind so barrierefrei zugänglich. Die acht höher gelegenen Stationen richten sich an leistungsstärkere Nutzer.

Sportexperte Rudi Geir hat den Park mitgestaltet und weiß was alles im Park möglich ist.
Sportexperte Rudi Geir hat den Park mitgestaltet und weiß was alles im Park möglich ist.(Bild: Nicole Sehabi)
(v.li.) Tanja Egg, Florian Riedl, Simon Wallner, Thomas Gschließer, Herbert Schlaucher und Rudi ...
(v.li.) Tanja Egg, Florian Riedl, Simon Wallner, Thomas Gschließer, Herbert Schlaucher und Rudi Geir(Bild: Nicole Sehabi)
Die 18 Stationen sind barrierefrei kostenlos nutzbar.
Die 18 Stationen sind barrierefrei kostenlos nutzbar.(Bild: Nicole Sehabi)
An den insgesamt sechs Tafeln sind Übungen für die Augen.
An den insgesamt sechs Tafeln sind Übungen für die Augen.(Bild: Nicole Sehabi)

Parcours bietet Training für Körper und Geist
Neben den körperlichen Fähigkeiten kann an sechs Stationen auch gezielt die Wahrnehmung trainiert werden. Eine gut geschulte Wahrnehmung kann sich positiv auf die sportliche Leistung auswirken, erklärt der Sportexperte Rudi Geir. „Neuroathletik trainiere ich seit eineinhalb Jahren mit Kindern, Jugendlichen und Pensionisten und sehe bei ihnen seitdem deutliche Verbesserungen“, sagt Geier. Die Übungen für das Gehirn sind auf den gelben Tafeln, mit Erklärung, zu finden und werden immer wieder ausgetauscht.

Der Fitnessparcours kostete insgesamt 200.000 €. Davon wurden 160.000 € durch Förderungen finanziert. Als Teil des Interreg-Projekts ergänzt er das Sportangebot der gesamten Region sowie das von Südtirol.

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