Die jüngsten deutschen Landtagswahlen lassen auch die OÖVP aufhorchen. Parteimanager Florian Hiegelsberger sieht im Abschneiden der Schwesterpartei CDU Lehren für Oberösterreich – und für den Wahlkampf 2027.
Die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sowie das starke Abschneiden der AfD vor zwei Wochen in Sachsen-Anhalt sind ein Warnsignal für die Landes-ÖVP. Immerhin wählt Oberösterreich in einem Jahr – und auch hier könnte sich das politische Kräfteverhältnis verschieben.
ÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger verfolgte den Absturz der Schwesterpartei CDU und zieht seine Schlüsse: „Volksparteien müssen aufpassen, dass sie nicht immer erklären, warum die anderen falschliegen, sondern sagen, wofür sie selber stehen.“ Gerade in Sachsen-Anhalt sei zu sehr darüber gesprochen worden, wen oder was es zu verhindern gelte. „Aber keiner hat gesagt, wofür man selber steht“, sagt der Parteimanager zur „Krone“.
Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch bei uns eine Unzufriedenheit mit der Bundespolitik, „weshalb wir unser Profil und unseren Markenkern als Landespartei schärfen müssen“, so Hiegelsberger.
Eine weitere Lehre zieht er aus Mecklenburg-Vorpommern: Dort konnte die SPD mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eine starke Aufholjagd hinlegen. Hiegelsberger sieht eine Parallele zu OÖ und Parteiobmann Thomas Stelzer: „Entscheidend ist auch das Vertrauen in jene Person, die vorne steht.“
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