Zwei Festivals, eine Location und am Ende wird ausgerechnet der Toilettengang zum größten Ärgernis. Wir haben am Samstag Ginmarkt und Vienna Rumfestival in der Ottakringer Brauerei besucht. Während eines der beiden Festivals klar die Nase vorn hatte, sorgte später vor allem eine Frage für Kopfschütteln: Wohin bitte aufs Klo?
Los geht es beim Rum: Drei Stockwerke, zahlreiche Stände und im Ticket drei Kostproben samt Glas. Wir ziehen von Stand zu Stand, probieren uns durch und trotz vieler Besucher verteilt sich die Menge gut. Alles wirkt strukturiert. Genau so stellen wir uns ein Verkostungsfestival vor.
Wenig Platz, lange Schlangen
Dann wechseln wir zum Gin und merken schnell den Unterschied. Am Gerstenboden ist es voll, heiß und stickig. Vor den Ständen bilden sich lange Schlangen. Die drei inkludierten Kostproben können wir uns zudem nicht frei aussuchen: Zwei Anbieter werden per Zufall gezogen, eine dritte Probe ist für alle dieselbe.
Dann die Ernüchterung
Und genau dort warten wir besonders lange. Als wir endlich vorn sind, die Ernüchterung: Der alkoholische Gin ist aus, es gibt nur noch die alkoholfreie Variante. Darüber hätte man die wartenden Gäste vielleicht etwas früher informieren können.
Dann wird es richtig absurd
Richtig absurd wird es für uns aber erst später. Für den Ginmarkt gibt es zwei Zeitslots. Nach unserem Nachmittagsslot können wir problemlos im Außenbereich der Ottakringer Brauerei bleiben. Eigentlich super: Man sitzt noch zusammen, draußen gibt es weiterhin Bier, andere Getränke und Essen zu kaufen.
Bier ja, Toilette nein
Irgendwann müssen wir allerdings auf die Toilette. Zurück in den Veranstaltungsbereich dürfen wir aber nicht mehr. Die Security bleibt strikt: Unser Slot ist vorbei. Auf die Frage, wo wir stattdessen aufs WC gehen können, bekommen wir nur zu hören, dass wir dann eben „Pech gehabt“ hätten. Moment einmal: Wir dürfen hier bleiben, können weiterhin Bier und Essen kaufen aber aufs Klo dürfen wir nicht?
Grundbedürfnis wird zum Problem
Uns wurde somit trotz mehrfacher Nachfrage keine zugängliche Toilette genannt. Ein Mitarbeiter erklärt uns, die Ottakringer Brauerei habe keine Toiletten für den Außenbereich zur Verfügung gestellt. Wer dafür verantwortlich ist, können wir nicht beurteilen. Aber zahlende Gäste ohne WC dastehen zu lassen, während weiterhin Getränke und Essen verkauft werden, ist für uns völlig unverständlich. Schließlich geht es um ein Grundbedürfnis.
Unsere Notlösung
Glücklicherweise wohnt eine von uns gleich in der Nähe. Also gehen wir kurzerhand dort auf die Toilette. Kein Scherz.
Am Ende bleiben zwei sehr unterschiedliche Eindrücke: Beim Rum haben wir uns durchprobiert und Neues entdeckt, beim Gin vor allem gewartet. Dass schließlich sogar der Toilettengang zum Problem wird, hinterlässt einen ziemlich bitteren Beigeschmack.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.